Natalie Fend und Gerlinde Roidinger erhalten Förderstipendien der Stadt Wien

27.03.2013 Tanz Event Wissenschaft/Pädagogik MUK intern Wissenschaft und Forschung Zeitgenössische Musik/Kunst
Natalie Fend (c) Michael Sardelic
Natalie Fend (c) Michael Sardelic

Die wissenschaftlichen Abschlussarbeiten der beiden KONS-Absolventinnen werden jeweils mit einem Stipendium der Kulturabteilung der Stadt Wien ausgezeichnet.

Die wissenschaftlichen Abschlussarbeiten von Natalie Fend (Bewegung – Raum – Architektur) und Gerlinde Roidinger (Der freie Tanz in Linz. Eine Bestandsaufnahme und seine Entwicklungsmöglichkeiten sowie Stellungnahmen von acht Kunst- und Kulturschaffenden aus Oberösterreich) wurden vom Senat der Konservatorium Wien Privatuniversität ausgewählt und werden nun mit je einem Stipendium im Wert von EUR 1000,-, zur Verfügung gestellt von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft, ausgezeichnet.
Die Übergabe der Förderstipendien der Stadt Wien an die beiden Tänzerinnen erfolgt am Montag, 22. April um 18 Uhr im Anton-Dermota-Saal an der KONSuni im Beisein von Obersenatsrat Univ. Prof. Dr. Christian Ehalt von der MA7. Dabei werden die beiden prämierten Abschlussarbeiten auch vorgestellt und öffentlich diskutiert. Für die musikalische Umrahmung sorgt u. a. Nikola Djoric (Akkordeon).
 
Natalie Fend, BA ist zeitgenössische Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Sie wurde 1989 in Feldkirch/Vorarlberg  geboren. Seit 2008 befindet sich ihr Lebensmittelpunkt in Wien. Sie studierte an der Konservatorium Wien Privatuniversität Zeitgenössische Tanzpädagogik und am Conservatoire à rayonnement regional Jean – Philippe Rameau – musique/danse/théatre in Dijon/Frankreich. 2011 verbrachte sie zwei Monate in Palästina, wo sie an der Seite des Choreografen Royston Maldoom in dem Community Dance Projekt (EXILE) für palästinensische Kinder und Jugendliche mitwirkte. Im Sommer 2012 tanzte sie in Adrenalin beim BazART im Otten Areal Hohenems und in La Femme Fatale Spielboden Dornbirn. Natalie Fend ist Tänzerin im Tanztheater Klein Anders, ein Stück von Johannes Rausch, im Theater der Figur Minimus Maximus, welches im Rahmen des Festivals Luaga und Losna im September 2012 im Pförtnerhaus Feldkirch Premiere hatte. Weitere Aufführungen folgen im April 2013. Sie tanzt in der Company Tanz Labor Labyrinth von Ulduz Ahmazadeh, dessen neuestes Stück Falling Up im Jänner 2013 im Palais Kabelwerk uraufgeführt wurde.

Die Bachelorarbeit von Natalie Fend trägt den Titel Bewegung – Raum – Architektur. Sie verbindet zwei Künste miteinander und gibt Aufschluss über deren stetige Wechselbeziehung. 
Tanz ist vergänglich, Bewegungen sind flüchtig. Ist Raum flüchtig? Kann ein Gebäude flüchtig sein? Ist der Raum statisch und somit der ergänzende Teil des flüchtigen Tanzes? Doch wenn Raum statisch ist, entstehen dann nicht stetig selbige Bewegungen? Also beeinflussen Emotionen die Bewegung, die Wahrnehmung des Menschen von Raum? Das Ergebnis? Heute flüchtig, morgen vergänglich, was bleibt? Dass Kunst Forschung ist, der Mensch sich bewegt und mit ihm der Raum?
In der Kommunikation von Architektur und Tanz, Raum und Mensch geht es um Raum, der durch Bewegung entsteht. Bewegung, die durch den Raum beeinflusst wird und um Raum, der eben genau diese Verknüpfung bedingt!
Betreuung: Nikolaus Selimov und Mag. Nicolai Gruninger


Gerlinde Roidinger, BA wurde 1984 im oberösterreichischen Kremstal geboren. Studium an der Pädagogischen Akademie des Bundes und Ausbildung zur Bewegungspädagogin am Institut Performdance in Linz, Berufspraxis als Personalentwicklerin und Pädagogin sowie Studium der Zeitgenössischen Tanzpädagogik an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Tanz-, Theater- &
Performanceprojekte u.  a. mit Silvie Spechtenhauser (Prost, Mahlzeit!, OÖ Landesausstellung 2009), Teresa Ranieri (Identities, Lissabon 2010), Rui Lopes Graca (Casos Raros, Lissabon 2011), Liis Vares (Special place, Tanztag/Wien 2011), Hubert Lepka (sofa maschine, 10 Jahre MQ/Wien 2011), Lena Tschinderle (Il dialogo della Moda e della morte, Graz 2012), Ulduz Ahmadzadeh (Seit Ewigkeit, Bratislava 2012).
Derzeit arbeitet sie als Kunstvermittlerin und Performerin in verschiedenen Tanzkunst-Projekten. Zudem ist sie Mitbegründerin und Produktionsleiterin der Tanzkompanie tanz.labor.labyrinth.

Gerlinde Roidinger verfasste ihre Bachelorarbeit zum Thema Der freie Tanz in Linz. Eine Bestandsaufnahme und seine Entwicklungsmöglichkeiten sowie Stellungnahmen von acht Kunst- und Kulturschaffenden aus Oberösterreich. Inhalt: Während im ersten Teil dieser Arbeit die aktuelle kulturpolitische Situation für Tanzkunstschaffende in Oberösterreich dargestellt wird, wird im zweiten Teil ein Einblick in die Arbeitsweise von acht Kunst- und Kulturschaffenden aus Oberösterreich gegeben. Vor dem Hintergrund der für die Tanzschaffenden erforderlichen Voraussetzungen werden mit Hilfe der Stellungnahmen konkrete Vorschläge für Linz ausgearbeitet, die im dritten Teil der Arbeit nachzulesen sind.
Betreuung: Dr. Andrea Amort und Nikolaus Selimov


Förderpreis 2012

Im Vorjahr wurde der Förderpreis der Stadt Wien erstmals an der KONSuni vergeben: Dabei wurden die Australierin Penelope Cashman (Masterstudium Vokalkorrepetition Lied und Oratorium bei Carolyn Hague, Betreuung durch Carolyn Hague und Dr. Edwin Vanecek) und die Oberösterreicherin Inge Gappmaier (Bachelorstudium Zeitgenössische Tanzpädagogik, Betreuung durch Nikolaus Selimov) ausgezeichnet.


Leistungsstipendien BM:W_F

Die KONSuni vergibt jedes Jahr auch ein Leistungsstipendium aus Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BM:W_F) an Studierende der Konservatorium Wien Privatuniversität. Dabei werden alle erbrachten Leistungen eines Studienjahres berücksichtigt. Für das Studienjahr 2011/12 wurden insgesamt 54 KONS-Studierende ausgewählt, die sich über ein KONS- Leistungsstipendium im Wert von je EUR 753,63,- freuen können und ebenfalls am 22. April ausgezeichnet werden.

Wir gratulieren allen StipendiatInnen sehr herzlich!

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Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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