Die Zeit frisst die Menschen - Round Table zur Zukunft der zeitgenössischen Oper

Fr 16.11.201216:30-18:00

Im Rahmen von WIEN MODERN präsentiert die Konservatorium Wien Privatuniversität in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien zwei zeitgenössischen Kammeropern: Die Uraufführung von Edenarabeske, einem paradiesischen Kammerspiel von Wolfgang Liebhart und Jessica Huijnen (Libretto) und die Tango-Oper AZRAEL von Dirk D'Ase und Silke Hassler (Libretto).

Aus diesem Anlass diskutieren im Rahmen von Die Zeit frisst die Menschen, einem Round Table zur Zukunft der zeitgenössischen Oper:
- Dirk D'Ase
(Komponist, Vorstand der Abteilung Musikleitung und Komposition an der KONSuni)
- Christoph Ehrenfellner (Künstlerische Leitung Sinfonietta Baden, Studienleiter Opéra National de Lorraine/Nancy)
- Elke Hesse (Geschäftsführerin Konzertsaal Wiener Sängerknaben)
- Josef Hussek (Tivoli & Crescendi Artists: Director of Opera Department for Germany, Austria and Switzerland)
- Angelika Kirchschlager (Sängerin und Lehrende an der KONSuni)
- Wolfgang Liebhart (Komponist und Lehrender an der KONSuni) und 
- Matthias Lošek (Künstlerischer Leiter WIEN MODERN, Lehrender an der KONSuni)
Moderation: Ranko Markovic


Termine

Montag, 12. November 2012
Einführungsgespräch, 18.30 Uhr
Premiere, 19.30 Uhr

Dienstag, 13. November 2012, 19.30 Uhr
Mittwoch, 14. November 2012, 19.30 Uhr

Freitag, 16. November 2012
15.00-16.00 Uhr
Zum Entstehungsprozess der Kammeropern
Vorträge der Komponisten
16.30-18.00 Uhr
Die Zeit frisst die Menschen
Round Table zur Zukunft der zeitgenössischen Oper
Dernière, 19.30 Uhr

Inhalte

Edenarabeske (Uraufführung)
Paradiesisches Kammerspiel von Wolfgang Liebhart
Libretto von Jessica Huijnen

Zwischen Prolog und Epilog des Kerubim: Alle Protagonisten sind in einer Art Stillleben, das ein Pokerspiel darstellt, platziert. Die Schlange ist der Dealer und leitet das Spiel ein. Die Paradiesflüsse Tigris, Pischon und Gihon tänzeln herum. Der Apfel beginnt mit der Vorstellungsrunde, die immer wieder durch Kerubim und die drei Flüsse unterbrochen wird, gefolgt von Adam, der von Eva angehimmelt wird. Die Schlange hält das Pokerspiel am Laufen, die anderen „checken“ bzw. „raisen“.
Der Apfel bemüht sich nun um die Aufmerksamkeit von Eva, die aber ein Auge auf Adam geworfen hat. Die drei Flüsse stellen sich vor. Der Apfel versucht Eva zum verhängnisvollen Biss zu verführen. Bislang vergeblich, denn diese ist mit anderen Dingen beschäftigt. Die Schlange ist böse auf den unfähigen Apfel und widmet sich wieder dem Pokerspiel.
Machohaft nähert sich Adam dem Apfel, um die gewünschte Aufmerksamkeit von Eva zu bekommen, die noch immer abgelenkt ist. Sie intensivieren ihr Buhlen und Balzverhalten um Eva. Doch diese widersteht wieder und wieder ...


AZRAEL
Tango-Oper von Dirk D'Ase
Libretto von Silke Hassler und Dirk D'Ase

Pino versucht mit kleinen Betrügereien und Glücksspielen mehr schlecht als recht durchs Leben zu kommen. Bei einem Streit mit einem Trickbetrüger wird seine schwangere Freundin Maria schwer verletzt und Pino verwundet sich mit seinem eigenen Messer tödlich. Monsieur Azrael, ein Engel aus dem Jenseits, schickt ihn auf die Erde zurück, um den letzten Tag seines Lebens zu wiederholen und dieses Mal alles besser zu machen. Doch Pino begeht wieder die gleichen Fehler, übergeht die liebevoll gemeinten und hilflosen Versuche seiner Freundin, verstrickt sich in dubiose Geschäfte und sinnlose Hoffnungen. Er scheitert, nicht nur an sich selbst und seinen Vorsätzen, sondern auch an den Verhältnissen, die sich für diesen einen Tag nicht geändert haben.
Diese märchenhafte Geschichte ist eingespannt zwischen Prolog und Epilog des Todesengels Azrael, der nicht an die Läuterung des Menschen glaubt, Recht behält und zynisch bleibt.

Infomaterial
Termin
Fr16.11.201216:30-18:00
Veranstaltungsort
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK.theater Johannesgasse 4a 1010 Wien
Kartenpreise
Eintritt frei
Sponsoren
Foto: Armin Bardel
Foto: Armin Bardel

DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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