Univ.-Prof.in Dr.in
Susana Zapke
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Vita
Susana Zapke studierte Historische Musikwissenschaft und Literaturwissenschaft (Französisch, Spanisch) — neben Klavier und Kontrabass — an den Universitäten Freiburg i. Br. und Köln. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung und einer Magisterarbeit über die Notationszeichen und die kompositorische Logik im monodischen Repertoire der Westgotischen Liturgie (9.—11. Jh., erschienen 1995) ab. Die Promotion erlangte sie an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über die kulturpolitische Auswirkung der karolingischen und der fränkisch-römischen Reform auf der iberischen Halbinsel anhand eines von ihr entdeckten Antiphonars des 12. Jahrhunderts (Das Antiphonar von Sta. Cruz de la Serós, 12. Jh., Neuried 1996). Von 1994/97 bzw. 1999 erhielt sie ein Post-Doc. — sowie ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Lise-Meitner-Stiftung Nordrhein-Westfalen. Forschungsaufenthalte führten sie für jeweils einem Jahr nach Paris und nach Madrid. Von 1998 bis 2000 war sie als Gastprofessorin (Associated Professor) für Musikwissenschaft an der Universität Salamanca tätig. Zwischen 2004 und 2008 war sie als Senior-Scientist an der Foundation BBVA in Madrid angestellt. Im Jahr 2009 habilitierte sie sich im Fach Historische Musikwissenschaft an der Paris Lodron Universität Salzburg. Lehraufträge führten sie nach Köln, Salamanca (Associated Professor), Stuttgart, Bremen und schließlich nach Wien, wo sie neben einem Lehrauftrag an der mdw als Assoziiertes Mitglied an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des Lise-Meitner-Programms des FWF tätig war. Ebenfalls 2009 wurde sie als Professorin für Historische Musikwissenschaft an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien berufen. Seit 2020 als Gastforscherin am Institut de recherche et d’histoire des textes (IRHT-CNRS) in Paris und Orléans eingeladen.
Autorin zahlreicher Publikationen zur Wiener Kultur- und Musikgeschichte. Ihr besonderer Fokus liegt dabei auf dem Mittelalter, der Josephinischen Zeit sowie dem 19. und 20. Jahrhundert.
AUSBILDUNG UND BERUFLICHER WERDEGANG
- 1975/84: Klavierstudium am Conservatorio Superior de Música in San Sebastián und an der Musikhochschule Freiburg i. Breisgau sowie Kontrabass an der École Nationale de Musique in Bayonne (Frankreich)
- 1984—1990: Studium der Musikwissenschaft und Literaturwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Breisgau und an der Universität zu Köln
- 1990: Magistra Artium mit Auszeichnung an der Universität zu Köln
- 1993: Promotion an der Universität Hamburg (Diss. veröffentlicht 1996)
- 1993/98: Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln
- 1994/97: Post-Doc Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
- 1997/9: Habilitationsförderung der Lise-Meitner-Stiftung Nordrhein-Westfalen
- 1997: Forschungsförderung der Alexander von Humboldt-Stiftung [nicht angenommen aufgrund gleichzeitiger Bewilligung der Lise-Meitner-Stiftung]
- 2000: Visiting Professor an der Universität New Delhi, North Campus (April 1999, Mai—Juni 2000)
- 1998/2000: Associated Professor an der Universität Salamanca, Musikwissenschaft
- 2000/02: Diplomatischer Dienst als Direktorin des „Instituto Cervantes“ in Bremen, Spanisches Außenministerium
- 2002/04: Direktorin der „Goethe-Stiftung“ des Goethe Instituts in Madrid
- 2003/08: Senior Researcher an der BBVA-Foundation in Madrid
- 2007/10: Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
- 2009: Habilitation an der Universität Salzburg (veröffentlicht 2008)
- 2009/12: Assoziiertes Mitglied am Institut für Musikforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften. Forschungsförderung: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) (FWF-M1161)
- 2009: Berufung an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Professur für historische Musikwissenschaft
- 2010: Dozentin in der Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft an Universität Salzburg.
- 2014/18: Prorektorin der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (1.9.2014—18.9.2018)
- 2015/19: Mitbegründerin und Vorständin des Instituts für Wissenschaft und Forschung (1.10.2015—1.9.2019)
- 2017/20: Forschungsförderung: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF-PEEK AR384)
UNIVERSITÄRE FUNKTIONEN
- 2015/19: Vorständin des Instituts für Wissenschaft und Forschung
- 2014/18: Prorektorin der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
- 2012/13: Wissenschaftlicher Beirat, Professorin sowie Vice-director des Studiums Master of Social Design (MASD — Joint Master der Universität für angewandte Kunst Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien)
- 2010/13: Leiterin des Studiengangs Master of Arts Education (MAE)
- 2009: Berufung als Professorin für Historische Musikwissenschaft an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
EDITORIAL BOARD MEMBER
- Elements in Music and the City (the Series) edited by Simon Mc Veigh and Laudan Nooshin. Cambridge University Press (UK)
- Urban Music studies edited by Alenka Barber-Kersovan, Lisa Gaupp, Volker Kirchberger and Robin Kuchar. Intellect, Bristol (UK)
FORSCHUNGSFELDER
- Musikalische Mediävistik:
Quellenforschung und -edition (westgotische, karolingische und aquitanische musik-liturgische Traditionen; Musik des 14.—15. Jahrhunderts)
Musik im Kontext von Sozial-, Ideen- und Wissenschaftsgeschichte sowie der urbanen Geschichte
Geschichte der Notation vom 9. bis zum 15. Jahrhundert - Musik des 19. und 20. Jh.:
Musik im urbanen Raum: Symbolpolitik und Stadtimages in Wien
Zweite Wiener Schule
NS-Indoktrination durch Kunst: Institutionsgeschichte: Musikschule der Stadt Wien und Wiener Staatsoper; RAVAG; Fokus auf Wiener Exilkomponist*innen und –künstler*innen sowie die politische Instrumentalisierung der Kunst und der Musik
Das intellektuelle Referenzsystem des Fin de siècle und Imaginationen der Moderne
Ludwig van Beethovens visuelle Rezeptionsgeschichte - Interdisziplinäre Notationsforschung: Geschichte der Notation in der Musik und den Künsten des 19. und 20. Jahrhunderts
LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE
- Unterhaltungskultur in der Vorstadt
Die Feuerwerkkunst der Stuwer-Dynastie (ca. 1773 bis 1880)
Die Wiener Staatsoper im Nationalsozialismus - Mediävistik
Karolingische Vorbilder und liturgisch-musikalische Reform in Aragon
Historiogaphy of Plain Chant Revisited: 1840—1930
ABGESCHLOSSENE FORSCHUNGSPROJEKTE
- Geschichte des Radios in Österreich: Von der RAVAG zum ORF (Kulturabteilung der Stadt Wien, MA 7)
- Interactive Music Mapping Vienna: Exploring a City. 1945 up to the present day (FWF-PEEK AR 384-G24)
- Notation: Imagination und Übersetzung (in Koop. mit dem IFK und die Anton Bruckner Privat. Linz. Kulturabteilung der Stadt Wien, MA 7)
- Lehr- und Lerngemeinschaften. Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und nach 1945 (in Kooperation mit der Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte)
- Der Wiener Prater und seine Lieder. Musikalische Sehnsucht und sozialpolitischer Raum (Kulturabteilung der Stadt Wien, MA 7)
- Wiener Musik und Gelehrsamkeit im 14.—15. Jahrhundert (FWF)
DRITTMITTELFINANZIERTE FORSCHUNGSPROJEKTE
- 2025: Ernst Krenek. I wonder as I wander. Zum 125. Geburtstag. Fachpublikation. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und Land Niederösterreich
- 2024: 100 Jahre Radio in Österreich. Von der RAVAG zum ORF. Fachpublikation. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7), ORF
- 2022/23: Lieder aus zwei Jahrhunderten zum Wiener Prater. Fachpublikation. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
- 2021/22: Vienna Perspectives. Art, Urban Space and Social In-/Equality. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und Leuphana Universität Lüneburg
- 2020/21: NS-Indoktrination durch Kunst: Die Musikschule der Stadt Wien. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
- 2019/20: Beethoven visuell. Der Komponist im Spiegelbild bildlicher Vorstellungswelten. Wissenschaftliche Publikation. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und (ehemals) Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- 2019/20: Notation. Imagination und Übersetzung. Wissenschaftliche Publikation. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
- 2019/20: Der Wiener Prater. Musikalische Imagination und sozial-politischer Raum. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
- 2018/20: Personenrecherche-Vertriebene Lehrende und Studierende: Zur Geschichte der Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und nach 1945. Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
- 2017/20: Leitung des PEEK-FWF Forschungsprojektes Interactive Music Mapping Vienna. Exploring the City. 1945 up to the present day in Kooperation mit der TU Wien (AR384-G24)
- 2009/12: Leitung des FWF Forschungsprojektes Urbane Musik und Stadtdesign zur Zeit der frühen Habsburger. Wien im 14.-15. Jh.; Forschungsstipendium des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung-FWF Lise-Meitner Programm – M1161-G21, an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Siehe Urbane Musik und Stadtdesign
- 2004/08: Senior-Scientist und Leitung des Forschungsprojektes Hispania Vetus an der Foundation BBVA in Madrid
- 1999: Forschungsstipendium Alexander von Humboldt-Stiftung, Zeitgenössische Musik nach 1950 [nicht angenommen wegen des zeitgleichen Habilitationsstipendiums des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen]
- 1997/99: Habilitationsstipendium des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Lise-Meitner-Programm: Karolingische Renaissance und fränkisch-römische Reform: Wissenstransfer in der iberischen Halbinsel
- 1994/97: Post-Doktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG: Die fränkisch-römische Reform im westgotischen Reich
- 1994: Forschungsstipendium der Institución Fernando el Católico (IFC/CSIC: The Spanish National Research Council): Forschung an Niederländischen Archiven und Bibliotheken
- 1993: Forschungsstipendium des Instituto de Estudios Altoaragoneses (IEA/CSIC: The Spanish National Research Council): Westgotische Schrift-Westgotische Notation an der Biblioteca Nacional in Madrid
- 1990: Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Forschungsprojekt: Karolingische und Aquitanische musik-liturgischen Quellen, Bibliothèque nationale de France in Paris
AUSSTELLUNGSKURATORIN/WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
- Bilbao-Bremen. Metamorphosen einer Stadt (Bremen 2000)
- Hispania Vetus. Denkmäler spanischer Musik des 10.–17. Jh. (Bremen 2001)
- Schönberg, Strindberg, Munch (Wissenschaftlicher Beirat, Wien 2008)
- Notation. Die Absicht den musikalischen Einfall aufzuschreiben (Wien 2010, im Rahmen von Wien Modern)
- Mythos Ludwig van, Kaiserhaus Baden 2020 (Advisary Board)
PUBLIKATIONEN
VORTRÄGE
MEDIALE AUFTRITTE (AUSWAHL)
- 2025: Wiener Staatsoper. Weltbühne für Österreich. ORF
- 2025: Memento mori. Von Trauer und Trost in der Musik. Doku. 3sat.de
- 2025: Wien tanzt. Die Musik der Familie Strauss auf ORF
- 2024: 100 Jahre Radio in Österreich. Geschichte der RAVAG, Ö1
- SCILOG-FWF. Wissenschaft bewegt — Videos mit international anerkannte WissenschaftlerInnen, Porträt mit der Musikwissenschaftlerin Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke (März 2020)
- ORF Ö1 Leporello: Systeme der Erinnerung. Postscriptum B: Erinnerung an Beethoven (Gestaltung: Sabine Nikolay). Sendetermin: 13.11.2019
- ORF Ö1 Salzburger Nachtstudio: Musik und Bedeutung. Aspekte der Semantik. Notation (Gestaltung: Katrin Mackowski). Sendetermin: 27.2.2019
- radio klassik Stephansdom – aufgeMUKt!: Oliver Rathkolb und Susana Zapke. Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und nach 1945 (Gestaltung: Marion Eigl). Sendetermin: 8.12.2018
- ORF Radiokolleg: Musikalische Impressionen. Zum 100. Todestag von Claude Debussy (Gestaltung: Sabine Nikolay). Sendetermin: 20.3.2018
- SCILOG-FWF. Kultur & Gesellschaft: Die musikalische Landkarte Wiens. Veröffentlichung: 2.1.2018
- ORF Ö1 Science: Landkarte: Der Klang von Wien. Sendetermin: 2.1.2018
- radio klassik Stephansdom – aufgeMUKt!: Der Donauwalzer an der MUK, gemeinsam mit Eduard Strauss (Gestaltung: Marion Eigl). Sendetermin: März 2017
- ORF Ö1 Intrada – Exkurs. Apropos Musik – das Magazin: Music Mapping – Die Verortung der Musik (Gestaltung: Paul Lohberger). Sendetermin: 3.6.2016
- ORF Ö1 Nachtquartier: Wo oder wann ist Heimat? Zu Gast bei Helmut Jasbar. Sendetermin: 25.5.2016
- ORF Ö1 Radiokolleg: Der Komponist Karl Schiske (Gestaltung: Paul Lohberger), Sendetermine: 8.–10.1.2016
- Deutschlandfunk, Musikjournal, Forschungsprojekt Music Mapping Vienna! Staatsoper, Heldenplatz und Prater (Gestaltung: Paul Lohberger), Sendetermin: 6.9.2016
- BBC TV London, Wien um 1900, BBC 2014, 2015
- WDR 3, Partituren der Städte: Die Stadt als musikalisches Sujet, Erstausstrahlung: 12.12.2014
- SWR 2, Zum Thema 1. Weltkrieg, Erstausstrahlung: 31.7.2014, 15.05 Uhr
- ORF Ö1, Religion aktuell, Die sanfte Gewalt von Prozessionen und Paraden (Gestaltung: Wolfgang Slapansky), Sendetermin: 15.7.2014
- Radio BBC, A History of the World in 3 Cities, Mai 2014
- Ad fontes!*: Die Handschrift der Musik (Kurzporträt Susana Zapke), in: ÖNB MAGAZIN, 2 (November 2012), 33.
- ORF Ö1, Musikredaktion (Gestaltung: Dr. Johannes Leopold Mayer), Partituren der Städte, Sendetermin: 29.10.2012.
- Urbane Musik und Stadtdesign zur Zeit der ersten Habsburger. Wien im 14.–15. Jahrhundert. Susana Zapke präsentiert ein Teilergebnis ihrer Forschungsarbeit der letzten drei Jahre, in: kontra. Das Magazin der Konservatorium Wien Privatuniversität, 24 (10/2012), 22.
- radio klassik Stephansdom, Rubato: Susana Zapke präsentiert Sensationsfund_Die Fronleichnamsprozession in St. Stephan im 14./15. Jh. (Gestaltung: Christoph Wellner). Sendetermin: 6.6.2012
- Musikgeschichte: Wien zur Zeit der frühen Habsburger, Österreichische Akademie der Wissenschaften: Thema des Monats, Juli 2012
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
seit September 2009