Carte blanche à Johannes Maria Staud

Fr 09.03.201820:00

Ausgewählte Werke von Morton Feldman und Johannes Maria Staud

Auch in diesem Jahr steht wieder ein geschätzter Vertreter der jungen österreichischen Komponistengeneration im Fokus der alljährlichen Carte blanche. Der 1974 in Innsbruck geborene Johannes Maria Staud wird mit den Studierenden der MUK einen außergewöhnlichen Konzertabend im Wiener Musikverein gestalten. Für seine Musik bezieht der international gefragte und mit Preisen ausgezeichnete Komponist immer wieder Inspiration aus anderen Künsten wie Literatur, Film und bildender Kunst. Auch Reflexionen über philosophische Fragen, gesellschaftliche Prozesse oder politische Ereignisse sind Anlass für seine kompositorische Arbeit. Dabei folgen seine kunstvoll konstruierten Werke einer konsequenten Dramaturgie.

Für dieses Projekt programmiert Johannes Maria Staud eigene Werke für Ensemble mit einem Werk des amerikanischen Komponisten Morton Feldman (1926—1987). Feldmans radikal auf das musikalische Material reduzierte Ästhetik trifft dabei auf Stauds Klangwelt, die auf der Stringenz musikalischer Gedanken und derer Transformation aufbaut.


Mit Studierenden der MUK.

Anna Maria Niemiec, Violoncello
Michael Marth, Schlagwerk
Ghazal Kazemi, Sopran
Dirigenten: Jonathan Stark, Roberto Secilla Quiros
Musikalische Leitung: Andreas Stoehr
Künstlerische Leitung: Johannes Maria Staud


Programm:

Johannes Maria Staud (geb. 1974)
Par ici! (2011/12)
Donum (Segue II für Pierre Boulez) für Violoncello solo (2006-2015)
Wheat, no oats, dear. I´m afraid. (2015)

Morton Feldman (1926–1987)
I met Heine on the Rue Fürstenberg

Johannes Maria Staud
Portugal für Schlagwerk solo (2006)
Par là! (2015/16)


Johannes Maria Staud
Der 1974 in Innsbruck geborene Komponist Johannes Maria Staud bezieht für seine Musik immer wieder Inspiration aus anderen Künsten wie Literatur, Film und bildender Kunst. Auch Reflexionen über philosophische Fragen, gesellschaftliche Prozesse oder politische Ereignisse sind Anlass für seine kompositorische Arbeit. Dabei folgen seine kunstvoll konstruierten Werke einer konsequenten Dramaturgie.
In Wien studierte Johannes Maria Staud Komposition, Musikwissenschaft und Philosophie, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Hanspeter Kyburz fortsetzte. 2015/16 kehrte er an die Hochschule zurück, an der seine kompositorische Ausbildung begonnen hatte und vertrat seinen ehemaligen Lehrer Michael Jarrell für ein Jahr als Kompositionsprofessor.
Bereits ein Jahr nach seinem Studienabschluss gewann Johannes Maria Staud 2002 den Erste Bank Kompositionspreis, 2003 den Preis des International Rostrum of Composers, 2004 den Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2009 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Prestigeträchtige Aufträge folgten. 2004/05 entstand Apeiron für die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle. 2006 wurde Segue für Violoncello und Orchester als Auftrag der Salzburger Festspiele von Heinrich Schiff und den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim uraufgeführt. Sein Orchesterwerk Maniai wurde 2012 vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons in München uraufgeführt.
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Infomaterial
Termin
Fr09.03.201820:00
Veranstaltungsort
Wiener Musikverein, Gläserner Saal/Magna Auditorium Musikvereinsplatz 1 1010 Wien +43 1 505 81 90 tickets@musikverein.at www.musikverein.at
Kartenpreise

€ 21,—/18,—/Stehplatz 5,—

Abendkassa Studierende € 11,—

Johannes Maria Staud © Priska Ketterer
Johannes Maria Staud © Priska Ketterer

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