Notation: Imagination und Übersetzung

Fr, 18.05.2018, 10:00‒18:00  Uhr

Termine:
Do, 17. Mai 2018, 10.00–17.15 Uhr
IFK – Reichsratsstraße 17, 1010 Wien

Fr, 18. Mai 2018, 10.00–18.15 Uhr
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien


Die Suche nach adäquaten Zeichensystemen und Notationsarten, die den jeweiligen Klang- und Formvorstellungen entsprechen, gehört besonders in der Moderne zur schöpferischen Praxis musikalischer Komposition. In ihr manifestieren sich Fragen nach der Natur des Klangs und des Klangraums sowie nach dessen Übersetzung in visualisierbare Bilder und Strukturen.

Die Bemühungen um eine rationale Ableitung wie zugleich präzise Darstellung musikalischer Imaginationen haben verschiedene operative Modelle hervorgebracht. Essenziell in der historischen Auseinandersetzung ist jedoch nicht nur die Praktikabilität der Notationssysteme, sondern vielmehr der kreative Akt, der sich sowohl in der Reflexion des Klangmaterials und seiner kombinatorischen Möglichkeiten als auch als Übersetzung in schriftliche Fixierungen entfaltet.
Das zweitägige Symposium Notation: Imagination und Übersetzung (Konzeption: Susana Zapke) befasst sich mit Deutungsansätzen des Begriffs Notation aus kulturhistorischer Perspektive, insbesondere in Bezug auf Musik und Kunst des 20. Jahrhunderts: Von Gustav Mahler bis zu den Debatten zwischen Ferruccio Busoni und Arnold Schönberg, von grafischen Notationssystemen zwischen den 1950er und 1980er Jahren bis zur Musik der Gegenwart, führen die Vortragenden durch zentrale Fragestellungen einer Theorie der musikalischen Notation.


Programm:

10.00 Uhr: Begrüßung durch Susana Zapke


JENSEITS VON NOTATION
Moderation: Stefan Fricke (Frankfurt)

10.15 Uhr: Reinhard Pock (Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems)
John Cage: Chess Pieces

11.00 Uhr: David Magnus (Berlin)
Produktive Interferenzen: Transmediale Übersetzungen in Earle Browns früher Musiknotation

11.45 Uhr: Fabian Czolbe (Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar)
Notate als kompositorische HandlungsSpielRäume


12.30 Uhr: Mittagspause


IDEE – TRANSKRIPTION – INTERPRETATION
Moderation: Dirk D’Ase (MUK)

13.30 Uhr: Hannes Löschel (Anton Bruckner Privatuniversität)
Über die Musik zwischen den Noten

14.15 Uhr: Christoph Herndler (Linz)
Warum über Notation reden

15.00 Uhr: Bernd Richard Deutsch (Wien)
Die Grenzen der Genauigkeit.
Notation im Spannungsfeld zwischen Imagination und Interpretation

15.45 Uhr: Eva Reiter (Linz)
Signatur
Über das Sich-Einschreiben in den Klang

16.30 Uhr: Kaffeepause


Moderation: Susana Zapke

16.45 Uhr: Julia Ostwald (Paris-Lodron Universität Salzburg)
Tanz – Stimme – Notation

17.30 Uhr: Rose Breuss (Anton Bruckner Privatuniversität)
93 Takte Jean Cébron.
Die phantomatischen Objekte der Tanznotation

18.15 Uhr: Ende

Inhalte der Vorträge


anschließend Konzert mit Studierenden der Studiengänge Saiteninstrumente (Leitung: Julia Purgina) sowie Blasinstrumente und Schlagwerk (Leitung: Arno Steinwider-Johannsen) der MUK

Programm des Konzertabends


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Infomaterial
Termin
Fr, 18.05.2018, 10:00‒18:00  Uhr
Veranstaltungsort
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK.podium Johannesgasse 4a 1010 Wien
Kartenpreise
Eintritt frei
Kooperationspartner:
Roman Haubenstock-Ramati, 1990 © Susana Zapke
Roman Haubenstock-Ramati, 1990 © Susana Zapke