ALLES TANZT. – Bits and Pieces

Do 14.11.201916:00

TANZ-KURZSTÜCKE LIVE ZUR AUSSTELLUNG
ALLES TANZT. KOSMOS WIENER TANZMODERNE

Im Rahmen der Ausstellung mit gültigem Eintrittsticket
Kuratorin: Andrea Amort
Projektassistenz: Inge Gappmaier
Mit KünstlerInnen und in Kooperation mit Tanzstudierenden der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK).


PROGRAMM:

Foyer im 1. Stock
ELEMENTE-ZYKLUS 20.19
Eine Auseinandersetzung mit dem Elemente-Zyklus von Rosalia Chladek (1930).

Recherche, Choreografie und Tanz: Christina Ebner
Musik: Feuer von Arthur Kleiner und Quos ego / Welle von Zoltán Kodály
Klavier: Lucas Ramamonjisoa

kurze Pause

Parterre Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne
CONTOUR
Eine Auseinandersetzung mit dem Kubistischen Tanz von Gertrud Bodenwieser (1923).

Recherche, Choreografie und Tanz: Cora Kartmann
Musik: Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43: Introduktion, Thema und Variationen 2, 3, 4, 6 von Sergej Rachmaninow

Studiengang Tanz der MUK: 4. Jahrgang Zeitgenössische Tanzpädagogik in Kooperation mit dem Tanz-Archiv der MUK


WERKBESCHREIBUNGEN:

ELEMENTE-ZYKLUS 20.19
Von historischem Material inspiriert, im Hier und Jetzt neu kreiert; Im Dezember 1930 zeigte Rosalia Chladek im Theater in der Josefstadt erstmals das Werk Elemente-Zyklus, welches später in ihr festes Repertoire aufgenommen wurde. Das Tanz-Archiv an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien birgt einige Aufführungshinweise, die es ermöglichen, sich ein Bild zu diesem Werk zu machen. Als Quellen dienen Kritiken und Beschreibungen aus der Zeit. Erhaltene Partituren der Klavierstimme, komponiert von Arthur Kleiner Feuer und Zoltán Kodály Quos ego / Welle, ermöglichen eine genauere Vorstellung von dem Chladek’schen Zyklus.
Ausgehend von schriftlichen Überlieferungen wurden für den Elemente-Zyklus 20.19 Bewegungsqualitäten definiert, ohne den Anspruch zu erheben, Chladeks Tänze zu rekonstruieren. Übernommen wurden Hinweise auf Kostüme und die musikalische Begleitung.
Der Zyklus besteht aus vier Teilen: Welle, Sturm, Feuer und Erde.
Der erste und der dritte Teil sind musikalisch untermalt.

Etwas Neues entsteht,
das erinnern darf, aber nicht muss,
das dankend entgegennimmt, aber nicht übernimmt,
das sich anlehnt, aber nicht gleich ist,
das neu ist, aber nicht neu ist.

(Christina Ebner)

CONTOUR
Inspiriert von Gertrud Bodenwiesers Foto vom Kubistischem Tanz (1923) beschäftigte ich mich mit ihrer Bewegungstechnik und den Kunstbewegungen des Kubismus und des Expressionismus. Spiralen – Wellen – Rundungen – Drehungen – Kreise: Das sind Bewegungen, die in der Natur des Körpers liegen.
Wie füge ich meinen Körper in mathematische und geradlinige Formen? Wie gerade sind meine natürlichen Linien? Wie passt Bodenwiesers Stil mit seiner Natürlichkeit in eckige Konturen und Skulpuren?
Ich finde meinen Körper als Linie und Kontur zwischen den mathematischen Formen wieder, die durchaus auch runde Kanten haben und dem „Gemälde“ eine dreidimensionale Bewegungsrichtung verleihen.
In dieser Choreografie ist es nicht meine Absicht, den Stil Gertrud Bodenwiesers nachzuempfinden. Vielmehr habe ich mich von Carol Browns Studie über Bodenwiesers Arbeitsweise inspirieren lassen und so eine eigene Bewegungssprache kreiert. (Cora Kartmann)

Quelle: Brown, Carol: Wiederentdeckung. Öffnung eines Körper-Archivs. Zur Revitalisierung von Gertrud Bodenwieser. In: Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne, Hg. Andrea Amort, Berlin 2019, S. 271 ff.


BIOGRAFIEN:

Christina Ebner studiert Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Cora Kartmann wuchs in Darmstadt (Deutschland) auf, tanzte schon früh in ihrem Heimatort in der Ballettgruppe und verwirklichte als Jugendliche erste eigene Tanzprojekte mit Kindern. In Berlin stieß sie 2010 zur Faster-Than-Light-Dance-Company, tanzte und choreografierte unter der Leitung von Volker Eisenach. 2016 schloss Cora ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Bühnentänzerin an der Tanzakademie balance1 in Berlin ab mit Schwerpunkten in Modern Dance und Zeitgenössischem Tanz. Nach der Ausbildung startete sie ihr Studium der Zeitgenössischen Tanzpädagogik an der  Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, wo sie derzeit ihr Abschlussjahr absolviert.

Lucas Ramamonjisoa, 1994 in Freiburg im Breisgau geboren. Lernte zunächst klassisches Klavier, bevor er ab 2012 Jazz-Unterricht bei Philipp Moehrke nahm. Aus Anlass eines sozialwissenschaftlichen Studiums wurde 2014 Wien zum neuen Lebensmittelpunkt, wo er seit 2016 Jazz-Klavier an der MUK studiert.

 

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In Kooperation mit dem Theatermuseum

Termin
Do14.11.201916:00
Veranstaltungsort
Theatermuseum Lobkowitzplatz 2 1010 Wien +43 1 525 24 3460 info@theatermuseum.at www.theatermuseum.at
Kartenpreise

Kartenpreise Ausstellung: € 12,– (ermäßigt € 9,–)

In Kooperation mit
Foto: Alexander Rosoli, Theatermuseum © KHM-Museumsverband
Foto: Alexander Rosoli, Theatermuseum © KHM-Museumsverband

DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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Samstag: 8.00—18.00 Uhr
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