NESTROY-Nominierung für KONSuni Studenten

Di, 20.10.2015
  • Schauspiel
Benedikt Paulun © Michael Wurm
Benedikt Paulun © Michael Wurm

Seit dem Jahr 2000 werden herausragende Leistungen an Wiener und anderen österreichischen Bühnen mit dem NESTROY-Preis ausgezeichnet. Mit Benedikt Paulun ist ein Student aus dem 4. Jahrgang des Studiengangs Schauspiel für den diesjährigen NESTROY-Preis nominiert. Ebenfalls können die Absolventen Alexander Absenger und Matthias Mamedof auf einen der begehrten Preise hoffen.


Anfang November findet zum 16. Mal die Verleihung des NESTROY-Preises statt. Rektor Franz Patay zeigt sich von den Nominierungen begeistert: "Der Nestroy-Preis ist der wichtigste Theaterpreis in Österreich. Dass wir mit drei Schauspielern nominiert sind, belegt unsere herausragende Ausbildung. Mit Benedikt Paulun ist sogar ein aktueller Student nominiert, der erst im nächsten Jahr sein Studium abschließen wird. Schon während der Ausbildung fördern wir das Netzwerk unserer Studierenden und die Bühnenerfahrung an anderen Häusern. Diese Engagements während der Studienzeit bereiten unseren Nachwuchs auf einen optimalen Einstieg ins Berufsleben vor."
Benedikt Paulun, derzeit im 4. Jahrgang des Studiengangs Schauspiel (Leitung: Karoline Exner), ist als bester männlicher Nachwuchsschauspieler nominiert. Er überzeugte als Max in dem Stück „Freak“ von Rodman Philbrick. Die von Sandra Cervik bearbeitete Fassung war diesen Sommer am Theater der Jugend zu sehen. Ebenfalls in derselben Kategorie ist Alexander Absenger nominiert. Der KONSuni Absolvent aus dem Jahr 2009 ist einerseits für seine darstellerische Leistung in „Kafka“ (ein Projekt von Elmar Goerden, am Theater in der Josefstadt) nominiert. Andererseits für seine Rolle als Armand Duval in „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas, ebenfalls in der Josefstadt. Als beste männliche Nebenrolle ist Matthias Mamedof nominiert, der seine Schauspielausbildung zwischen 2000-2004 am damaligen Konservatorium der Stadt Wien absolvierte. Er überzeugte die Jury mit seiner Darstellung des Camille Chandebise in „Floh im Ohr“ von Georges Feydeau, Volkstheater.
Die Verleihung des Theaterpreises findet am 2. November im Ronacher statt.

Alexander Absenger
Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf. Erste Erfahrungen am Theater sammelte er in der Grazer Off-Szene. Von 2005 bis 2009 studierte Absenger Schauspiel an der Konservatorium Wien Privatuniversität und spielte währenddessen als Gast u. a. am Theater Drachengasse, am Off Theater sowie am Theater der Jugend. Nach Abschluss seines Schauspielstudiums wurde er als festes Ensemblemitglied ans Schauspielhaus Magdeburg engagiert. Danach folgten Gastengagements am Theater Osnabrück und am Theater der Jugend Wien. Seit 2013 regelmäßige Arbeiten am Theater in der Josefstadt.

Matthias Mamedof
Matthias Mamedof wurde 1979 in Kärnten geboren und studierte von 2000 bis 2004 Schauspiel am damaligen Konservatorium der Stadt. Mamedof ist seit 2008/09 fester Bestandteil des Volkstheater-Ensembles. Bereits 2007 erhielt er eine Nestroy-Nominierung in der Kategorie "Bester Nachwuchs", 2012 folgte die Nominierung zum Dorothea Neff-Preis in der Kategorie "Beste schauspielerische Nachwuchsleistung in der Spielzeit 2011/12". Mit seinen Rollen als Sosias (Amphitryon), Camille Chandebise (Floh im Ohr), Der Maurer (Haben) und Demetrius (Ein Sommernachtstraum) erhielt er im Juni 2015 die ehrenvolle Auszeichnung des Volkstheater-Publikums zum Liebling der Saison.

Benedikt Paulun
Benedikt Paulun wurde 1990 in Pfaffenhofen a.d. Ilm, Deutschland geboren. Das Jungtalent hat in den letzten Jahren sowohl Film- als auch Theatererfahrung sammeln können. 2015 spielte er zum Beispiel in dem Kurzfilm „Viktor“ unter der Regie von Nils Neuer. 2014 trat er in der Rolle des Bill Kingsley in „Nennt mich nicht Ismael“ im Theater der Jugend, Regie Stefan Berendt, auf. Laut Thomas Birkmeir, Direktor des Theater der Jugend, zeichnet Benedikt Paulun eine „seltene Gabe“ aus: „nicht nur eine für sein Alter verblüffende Ernsthaftigkeit, sondern vor allem eine Unverstelltheit, die man suchen muss – er lügt nicht auf der Bühne“.

Wir gratulieren zu den Nominierungen und halten die Daumen!