Musik Denken

Symposien, Vorträge, Workshops, Lesungen und Meisterklassen

Konzept und Organisation: Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke

Die Veranstaltungsreihe Musik Denken möchte einen kritischen Beitrag zu grundlegenden Fragen der Musikforschung leisten. Die Fragestellungen betreffen u. a. ausgewählte Bereiche der Musikinterpretation, der historischen Aufführungspraxis — nicht nur der Alten sondern insbesondere der Musik der klassischen Moderne und der Gegenwart — der Musikproduktion, -vermittlung und -rezeption sowie der potentiellen Kraft der Musik zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse.

Eine generelle Debatte über Sinn und Sinnlosigkeit von Kunstproduktion und Wissensgenerierung, über die Bewertungskriterien von Kunst und wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglicht die Bezugnahme zu aktuellen Fragestellungen.

Ausgewählte Persönlichkeiten der Kunst- und Wissenschaftsszene sind eingeladen, aktuelle Aspekte aus Ihren jeweiligen Expertisefeldern vorzustellen und diese gemeinsam mit den Studierenden zu diskutieren.

Konzert und Symposium Wilhelm Grosz (1894 - 1939). Wien-London-New York
Do, 23.11.2017, 19.30 Uhr - Konzert
Fr, 24.11.2017, 09.30 Uhr - Symposium
ASC, Arnold Schönberg Center, Schwarzenbergplatz 6, 1030 Wien

Das Schaffen von Wilhelm Grosz, der 1933 in die Emigration gezwungen und dessen Musik 1938 als »entartet« deklariert wurde, fand bis heute wenig Verbreitung. Als Schüler Franz Schrekers geriet er zwar nicht in unmittelbaren Kontakt mit der Lehre Schönbergs, gehörte jedoch einem intellektuellen Kreis von Wiener Komponisten der 1920er und 1930er Jahre an, dessen Geschichte und Rezeption noch weitgehend unbearbeitet blieb. Die kulturhistorische Zuordnung seines stilistisch breitgefächerten Œuvres, das von Liedern, Opern und Orchesterwerken bis zur Filmmusik reicht, ist Gegenstand dieser ersten Wilhelm Grosz gewidmeten wissenschaftlichen Tagung. Unter dem Titel »Bänkel und Balladen« präsentieren Studierende der MUK in einem Gesprächskonzert Werke von Arnold Schönberg, Wilhelm Grosz und Hanns Eisler. Diese drei Komponisten, deren Lebensläufe in Wien ihren Anfang nahmen und schließlich in der Emigration mündeten, haben sich auf unterschiedliche Weise mit den Genres Lied und Ballade auseinandergesetzt.

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Die andere Seite der Musikstadt/02: In memoriam Georg Danzer. Pop und Protest: Die Slang Poeten der 70er
26.09.2017, 17.00 Uhr, MUK.theater

Forschungsprojekt FWF/PEEK AR 384-G24:
Interactive Music Mapping Vienna. Exploring the City. 1945 up to the present day

Anlässlich des zehten Todestages von Georg Danzer (21.06.2007) werden Protest, Poesie und die sozial-politischen Umstände in der Frühzeit des Wiener-Austropops kritisch erläutert. Ein neuer Wiener Slang erobert seinen Raum. Sprache und Klang erheben sich als subversive Medien einer Wiener Jugendkultur der späten 60er und 70er Jahre.

Walter Gröbchen, Journalist, Autor und Musikverleger, und Franz Christian Schwarz, Musikmanager und mit Georg Danzer 30 Jahre befreundet, sowie ab 1989 auch sein Manager und Verleger, diskutieren gemeinsam mit Susana Zapke, Leiterin des Forschungsprojekts und Paul Lohberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über Stil, Intention und Nachwirkung der legendären Austropop-Größe.

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TRASH MUSIC VIENNA 1960-1990: Die andere Seite der Musikstadt/01
7.10.2016, 17.00 bis 20.00 Uhr, MUK.theater

DozentInnen: Al Bird (Popforscher/Trash Rock Archives), Paul Lohberger (ORF Radio Ö1), Susana Zapke (IWF, MUK)

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Frankenstein!! Musik sehen - Bilder hören
oder Über die Kraft des Suggestiven/Assoziativen

10.5.2016, METRO Kinokulturhaus

„Frankenstein” als musikalisch/visuelle Chiffre ist Leitmotiv einer zwischen Text-, Musik- und Bildformationen gelagerten interdisziplinären Diskussion in der Reihe Musik sehen — Bilder hören des Instituts für Wissenschaft und Forschung an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria. 

Musikbeispiele aus Frankenstein!! und die Präsentation von BRIDE OF FRANKENSTEINführen zu Fragen nach Narrationsformen in Musik und Film. Die Figur des „Frankenstein“ erzählt im Medium Film, interpretiert und transferiert in das Medium Musik, wird dabei zum Thema einer übergreifenden Befragung der Assoziationspotenziale von Musik und Bild und deren Vergleichbarkeit.

Mit HK Gruber diskutieren Susana Zapke (Institutsvorstand) und Stefan Schmidl(Stv. Institutsvorstand) vom Institut für Wissenschaft und Forschung der MUK. 

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Gesprächskonzert mit Werken von Arnold Schönberg und Witold Lutoslawski
11.6.2015, Radiokulturhaus

In Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center präsentierte ein Streicherensemble des Sinfonieorchesters der Konservatorium Wien Privatuniversität Werke (nun MUK) zwei „Klassiker der Moderne”: Arnold Schönberg und Witold Lutoslawski.
Schönbergs Notturno für Streicher und Harfe (1896) und dessen Suite im alten Stile (1934) sowie das Doppelkonzert für Oboe, Harfe und Streichorchester von Witold Lutoslawski, das in den Jahren 1979/80 als Auftragswerk der Paul Sacher Stiftung entstand, verweisen auf die Tradition, aber auch auf die stilistische Vielfalt, in der das musikalische Denken des 20. Jahrhunderts zum Ausdruck kam.
Der „Student” Schönberg (das Notturno entstand während seiner Lehrzeit bei Alexander von Zemlinsky) trifft hier auf den „Lehrer”; entstand die Suite doch für das ambitionierte Studentenorchester der New York University. Dem gegenüber präsentiert sich die Komposition aus der Spätphase Lutoslawskis als ein experimentierfreudiges Stück, das formale, klangliche und instrumentale Denkweisen der Nachkriegszeit zwar fortsetzt, aber durch seine musikantische Frische alles andere als „alt” wirkt.

Durch den Konzertabend führten Prorektorin Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke und Univ.-Prof. Andreas Stoehr mit wissenschaftlichen Beiträgen.

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Komponistenportrait Wolfgang Rihm
12.5.2015, Vivaldi-Saal im ÖJAB-Haus

Der deutsche Komponist Wolfgang Rihm war an der KONSuni (nun MUK) zu Gast und gab Einblicke in seine Kompositionswerkstatt. Zur wissenschaftlichen Analyse gelangten Auszüge seiner Werke Fetzen Nr. 1 – 8 für Akkordeon und Streichquartett sowie ein Auszug aus seinem Klaviertrio Fremde Szenen, die im Rahmen von Gesprächen und Diskussionen mit den Studierenden der Kompositions- und Instrumentalklassen erarbeitet wurden. Univ.-Prof. Dr. Dirk D'Ase und Prorektorin Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke moderierten das Gesprächskonzert mit Wolfgang Rihm im Vivaldi Saal.

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Round-Table "Roman Haubenstock-Ramati"
Innovation – Notation – Fremde – Wiener Schule
17.6.2014, 17.00 Uhr, Arnold Schönberg Center

Round-Table mit Christoph Herndler, Mayako Kubo, Gösta Neuwirth, Alexander Stankovski und Susana Zapke

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Bisherige Veranstaltungen der Reihe „Musik Denken“ (seit 2010)

WS 2014/15 (02.10.2014)
Komponistenportrait mit Benet Casablancas (Sabadell 1956), Komponist und Musikwissenschaftler, Leiter des Conservatorio del Liceu, Barcelona. In Kooperation mit dem Instituto Cervantes in Wien, 2.10.2014, Buchpräsentation: Benet Casablancas, El humor en la música- Broma, parodia e ironía. Un ensayo, Prólogo de Alfred Brendel, Barcelona 2014.
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WS 2013/14 (24.-25.10.2013)
Univ. Prof. Dr. Ingo H. Warnke
, Universität Bremen
Workshop: Schrift macht Orte – Eine Feldstudie zu Linguistic Landscape in der Stadt
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WS 2012/13 (17.01.2013)
Jorge López, Komponist
Komponistenportrait: Allan Pettersson 6. und 11. Symphonie
In Kooperation mit der Schwedischen Botschaft Wien
Moderation: Peter Kislinger (ORF)
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WS 2012/13 (27.11.2012)
Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke, Konservatorium Wien Privatuniversität
Vortrag: Urbane Musik und Stadtdesign, Wien im 14.—15. Jahrhundert
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WS 2012/13 (18.10.2012)
Uri Caine, Interpret und Komponist
Vortrag: Über die Reinterpretationsmöglichkeiten von Musik. Im Rahmen des Masterstudiengans Social Design. Arts as Urban Innovation. Universität für angewandte Kunst Wien.
Moderation: Edek Bartz, Universität für angewandte Kunst und Susana Zapke, Konservatorium Wien Privatuniversität.

WS 2011/12 (23.01.2012)
Jorge Lopez, Komponist
Workshop: Surrealismus in der Musik — Das Auge des Schweigens
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SS 2011
Michael Sturminger
, Regisseur
Vortrag: Alte Musik — anders verpackt. Zur Rolle der barocken Arie in Jack Unterwegers Erzählung und in Casanovas Variations.

SS 2011
Em. Univ. Prof. Dr. Dieter Torkewitz, Institut für Musiktheorie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Vortrag: Zur Situation der zeitgenössischen Musik in Österreich

SS 2011 (23.02.2011)
Univ. Prof. Dr. Michael Walter, Institut für Musikwissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz.
Vortrag: Musikalische Zeit im Mittelalter
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WS 2010/11 (22.12.2010)
Christoph Herndler, Komponist
Vortrag: Komposition, Notation, Interpretation: Wandel der Begriffe

WS 2010/11 (24.11.2010)
Univ.-Prof.in Dr.in Margaret Bent, Senior Research Fellow, All Souls College University of Oxford
Workshop: Grundlagen der Mensuralnotation und des Kontrapunkts um 1500: Eine praktische Einführung anhand von Originalquellen
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DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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