Hausgeschichte - Zeitgeschichte

Politische Transformationen und Bildungsbewusstsein der Stadt Wien – Die Musik und Kunst Privatuniversität im 20. Jahrhundert.

Projektleitung: Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke
Team: Dr.in Rosemarie Burgstaller

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Geschichte der MUK und ihrer Vorläuferinstitutionen seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte bilden die Zeit des Nationalsozialismus und die Geschichte der Neukonstituierung nach 1945 sowie die Entwicklung der Einrichtung bis zu ihrer Umwandlung in eine Universität im Jahr 2005. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien wird auf Basis von neu erschlossenem Quellenmaterial die Erforschung der Institution und der (inter)nationalen bildungs-, kultur- und gesellschaftspolitischen Kontexte sowie ihrer historischen und erinnerungskulturellen Verankerungen im Gedächtnis der Stadt unternommen. Im Zuge dieser erstmaligen systematischen Recherchen wird ein Online-Gedenkbuch zur Erinnerung an Lehrende und Studierende, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden, aufgebaut.

Kooperationspartner

> Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb — Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Archive und Nachlässe, Forschungsgrundlagen (Auswahl)

> Archiv der Universität für Musik- und Darstellende Kunst Wien
> Bibliothek der Musikschule Wien
> Bibliothek der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
> Österreichisches Staatsarchiv
> Wienbibliothek im Rathaus
> Wiener Stadt- und Landesarchiv Wien
> Eveline Möller, Die Musiklehranstalten der Stadt Wien und ihre Vorläufer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Univ. Diss., Universität Wien 1994.

Lehrveranstaltungen

> Die RAVAG in der Johannesgasse 4a: Inszenierte Jubiläen? Rundfunk und Fernsehen in Österreich seit 1924
Seminar in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 31.10.2014, WS 2014/15, mit Oliver Rathkolb, Peter Dusek, Herbert Hayduck und Susana Zapke.

Unter dem Titel Inszenierte Jubiläen. Rundfunk und Fernsehen in Österreich seit 1924 widmete sich eine Seminarreihe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien der medialen Geschichte Österreichs sowie ihren sozialpolitischen und kulturellen Auswirkungen.

Im Mittelpunkt der Untersuchung von Univ.- Prof. DDr. Oliver Rathkolb (Universität Wien), Honor. Univ.-Prof. Dr. Peter Dusek (ORF), Herbert Heyduck (ORF) und Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke (MUK) standen vier historische Schnittstellen: 1924, Gründungsjahr der RAVAG; 1944 im Zeichen des Nationalsozialismus; 1955, erste Sendung im Fernsehen, und 1984, 60. Jubiläum des Radios.

Am Freitag, 31. Oktober 2014 fand das Seminar zwischen 9.00 und 16.00 Uhr an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien) statt. Zentrales Thema an diesem Tag war die Geschichte des Radios und damit auch die Geschichte des Hauses in der Johannesgasse 4a, wo heute die MUK untergebracht ist. Denn die RAVAG (Radio Verkehrs AG, Vorgängerinstitution des ORF), die im Jahr 1924 gegründet wurde und deren Sitz zunächst im Dachgeschoß des Heeresministeriums am Stubenring war, übersiedelte später in die Johannesgasse 4. Die RAVAG in der Johannesgasse wurde am 25. Juli 1934 von nationalsozialistischen Putschisten besetzt, die Sendeanlagen demoliert und mehrere Personen ermordet.

Stempel "Neues Wiener Konservatorium", in div. Notenmaterial der MUK zu finden