Die Kunst der Inklusion

SchülerInnen erforschen über partizipative Forschungsmethoden in polyästhetischen Modulen die Basis inklusiver Unterrichtsformen

GTF Symposium 27.‐29.10.2017 Tanz . Diversität . Inklusion

Samstag, 27.10.2017 9.00‐10.30 Michelle Proyer, Virginie Roy, Nora Schnabl‐Andritsch

> Präsentation

Nora Schnabl‐Andritsch und Virginie Roy, Studiengang TANZ sowie Michelle Proyer, Universität Wien, referierten bei dem wissenschaftlichen Symposium der Gesellschaft für Tanzforschung in Dortmund (27.‐29.10.) über partizipative Forschung, Intersektion Kunst/Behinderung/Inklusion sowie kunstgeleitetes Raum_Erleben.

Den Teilnehmerinnen des Symposiums wurde in einem 90 minütigen Workshop das polyästhetische Modul‐Konzept aus Tanz‐, Musik‐ und Bildsprache nähergebracht und deren Verquickung aus Kunst und Wissenschaft verdeutlicht. Des Weiteren wurden in einer Lecture Demonstration Forschungsfelder aufgezeigt, die partizipative, künstlerische sowie transmediale Praxen in den Fokus stellen.

Der Beitrag Angewandte Polyästhetik in der Kunst der Inklusion von Nora Schnabl‐Andritsch, Virginie Roy und Michelle Proyer wird in dem Sammelband des Symposiums Tanz‐Diversität‐Inklusion‐2017 veröffentlicht.

Alle weiteren Informationen finden sie unter

Gesellschaft für Tanzforschung

 

Angewandte Polyästhetik in der Kunst der Inklusion: Der Workshop referiert eine Projektidee, in der Schüler*innen über partizipative Forschungsmethoden in polyästhetischen Modulen die Basis inklusiver Unterrichtsformen erforschen.

Zielsetzung, Forschungsfrage, Methode, Inhalt: Im Projekt haben Jugendliche mit und ohne Sehbehinderung die Dimension Raum im Zuge tänzerischer, musikalischer und bildnerisch gestalteter Workshops erfahren. Ihren Handlungs‐ und Beziehungsraum erforschten sie auf individuelle und gemeinsam gelebter Ebene. Über die Erfahrungen der Jugendlichen in den künstlerischen Workshops wurde gemeinsam mit ihnen und den Lehrer*innen, sowie einem externen Expert*innenpanel unter wissenschaftlicher Begleitung ein kunstgeleitetes Unterrichtskonzept erstellt. Das Workshopkonzept wird partizipativ in ein Modul weiterentwickelt, welches Aufnahme in unterschiedliche Ausbildungscurricula der sich wandelnden Pädagog*innenausbildung finden kann. Es soll über Grenzen spezifischer Behinderung hinaus wirksam werden. Eine Verquickung aus Kunst und Behinderung, die kreative Wege zur Erfahrung von Gemeinschaft ermöglicht, soll dazu beitragen, neue Zugänge zu Inklusion zu entwickeln. Das Projekt will dazu beitragen offene Fragen der Umsetzung von Inklusion und Anstöße für die inklusive Didaktik bieten.

Inhalt und Methode: In dem GTF‐Workshop Angewandte Polyästhetik in der Kunst der Inklusion: soll einerseits Einblick in den theoretischen Hintergrund des Projekts gegeben werden, andererseits können einzelne Elemente aus den Workshops für die Jugendlichen hier in diesem GTF‐Workshop erprobt und reflektiert werden. Im Projekt haben Jugendliche einer Wiener Schule die Möglichkeit erhalten, gemeinsam über die Teilnahme an künstlerischen Einheiten aus den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Musik/Rhythmik und bildnerisch‐künstlerisches Gestalten die Dimension Raum auf motorischer, kognitiver, sozial‐ emotionaler und kultureller Ebene zu erforschen und zu erfahren. Die Dimension Raum steht hier für den gemeinsam zu erforschenden Handlungs‐ und Beziehungsraum, sowie Begegnungs‐ und Kommunikationsraum. Über die gemeinsame Erfahrung wurde inklusiver Raum konstituiert. Jeder Workshop wurde von einem gemischten Forscher*innen‐Team, bestehend aus maximal vier Jugendlichen der teilnehmenden Klasse und Wissenschafter*innen, begleitet.

Teilnehmenden an diesem GTF‐Workshop wird die Möglichkeit geboten über die Erprobung einzelner Ausschnitte aus den künstlerischen Einheiten der Jugendlichen einen Beitrag zur partizipativen Gestaltung zu leisten. Die Erfahrungen schließen mit einer Reflexion ab.

Michelle Proyer studierte Pädagogik und Sonder‐ und Heilpädagogik an der Uni Wien und HU Berlin. Nach Fertigstellung der Dissertation im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts mit dem Schwerpunkt auf der Intersektion Kultur und Behinderung arbeitete sie als Research Assistant University an der Kingston University London. Seit 2015 arbeitet sie am Institut für Bildungswissenschaft und dem Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien an ihrer Weiterqualifikation und unterrichtet im Bereich Inklusive Pädagogik.


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