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Abgeschlossene Forschungsprojekte

International Conference — The Culture of Tito's Yugoslavia 1945-1980

Internationale Konferenz
18. — 20.10.2013, Konservatorium Wien Privatuniversität


Die Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IKM/Musikwissenschaft) veranstaltete in Kooperation mit der Konservatorium Wien Privatuniversität und dem Don Juan Archiv im Oktober 2013 die interdisziplinäre Initialtagung  The culture of Tito's Yugoslavia 1945-1980 und widmete sich damit der jüngsten Kulturgeschichte von Österreichs einst vereinten südöstlichen Nachbarstaaten.

Forscher aus den Nachfolgestaaten wie aus Österreich und Deutschland beleuchteten mit Fallstudien unterschiedliche Aspekte des kulturellen Sonderwegs Jugoslawiens, einen Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus, zwischen Sozialistischem Realismus und westlicher Konsumwirtschaft. Die umstrittene Integrationsfigur Tito war dabei ebenso von Interesse wie andere, mannigfaltige Wege medialer, künstlerischer, ideologischer und kollektiver Bewusstseinsbildung, von Mode über Literatur bis zur Musikgeschichte. Der Erforschung dieser auch widersprüchlichen "anderen Moderne" Europas im 20. Jahrhundert mag exemplarische Relevanz für das Verständnis der Kultur der Jetztzeit innewohnen, die ebenso von Ambivalenzen zwischen einem brüchig empfundenen Kapitalismus und alternativen Entwürfen gekennzeichnet ist.

Die Konferenz fand von 18. — 20. Oktober 2013 an der Konservatorium Wien Privatuniversität und im Don Juan Archiv Wien statt. Begleitet wurde die Konferenz von einem Kammermusikkonzert (Konzertprogramm) mit selten zu hörenden Werken jugoslawischer Komponisten.

Konzept und Organisation: Dr. Tatjana Markovic and Dr. Stefan Schmidl

Urbane Polyphonie. Lebens(T)RaumStadt

Transdiziplinäres Symposion
03.—04.10. 2013, Konservatorium Wien Privatuniversität


Die Metapher der urbanen Polyphonie verweist sowohl auf die mehrstimmige Beschaffenheit des urbanen Raums als auch auf ihre polyvalente Lesbarkeit.

Der Großstadtmensch wird von vielfältigen Eindrücken überwältigt, ja beinahe „vergewaltigt”. In diesem interaktiven Prozess formiert sich sein Seelenleben, sein intellektualistischer Charakter. Dabei werfen das Hören und das Sehen soziologische und ästhetische Fragen der Wahrnehmung auf, die zu einer prozessualen Konstruktion von Raum in zeitlicher und in historischer Hinsicht beitragen. Das Bild, das Georg Simmel in Die Großstädte und das Geistesleben (1903) entwirft, stellt eine solche Komplexität erstmals plastisch dar.

Die Transformation der Stadt lässt sich im Kontrapunkt zwischen dem Individuum und den Zwängen der Gesellschaft ablesen. Zwischen der subjektiven und der objektivierten Wahrnehmung entstehen reelle und erträumte, öffentliche und private Räume, sowie zahlreiche hybride Zwischenräume wie etwa jene der virtuellen Realität.

Das transdisziplinäre Symposium Urbane Polyphonie – Lebens(T)RaumStadt ringt um jene multiplen Stadt-Wahrnehmungen, um die Selbstinszenierung und um die Definition urbaner Räume.
Aus den diversen Fachexpertisen und künstlerischen Positionen soll die komplexe Energie des urbanen Gewebes transdisziplinär behandelt werden.

Konzept und Organisation: Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke und Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Techn. Helmut Kroiß (TU Wien).

Verein für Ökologie und Umweltforschung und die Konservatorium Wien Privatuniversität in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

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Partituren der Städte - Urbanes Bewusstsein und künstlerischer Ausdruck

Internationale Fachtagung an der KONSuni
In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien
Aus der Reihe: Social Design und Musik, 26. April 2012


Das Design und die Entzifferung des Urbanen vollziehen sich zugleich auf multiplen Ebenen sozialer Konfigurationen und künstlerischer Wahrnehmung. Stadt ist somit way of life, Projektionsfläche, Image und imaginärer Lebensraum, der seit dem 19. und 20. Jahrhundert eines der zentralen programmatischen Motive in Literatur, Malerei, Film und Musik bildet. Aus der künstlerischen Reflexion über die urbanen Zentren als Lebensmilieu entstehen bukolisch-romantische oder utopisch-kühle Projektionen idealer Städtebilder, sei es als Roman (etwa Balzac, Dickens, Zola, Joyce, Musil), sei es als malerische Impression (z. B. Caillebotte) oder sei es als Musik (Weill, Gershwin, Respighi, Elgar, Delius, Nono etc.).

Vor allem musikalische Deutungen standen im Zentrum der Tagung Partituren der Städte, die Einblick in die Vielfältigkeit künstlerischer Stadterfindungen gab. Anhand konkreter, teilweise komparatistischer Metropolen-Portraits wurden differenzierte Reaktionen auf das Städtische, Optiken und Ausdrucksformen, Vergangenheit und Gegenwart urbaner Imaginationen untersucht.

Vortragende:
Anton Falkeis, Universität für angewandte Kunst Wien
Christine Ivanovic, Universität Wien: London
Susana Zapke, Konservatorium Wien Privatuniversität: Moskau-Paris-Sevilla
Srdan Atanasovski, Kunstuniversität Belgrad: Belgrad
Michael Hüttler, Don Juan Archiv, Wien: Istanbul
Erich Wolfgang Partsch, Österreichische Akademie der Wissenschaften: Venedig
Tatjana Markovic, Karl-Franzens-Universität, Graz: Szigetvár
Richard Kurdiovsky, Österreichische Akademie der Wissenschaften: Prag
Stefan Schmidl, Konservatorium Wien Privatuniversität: Zerstörte Städte

Konzept und Organisation: Univ.-Doz.in Dr.in Susana Zapke und Dr. Stefan Schmidl

Operette KONS-erviert

Forschungsschwerpunkt Operette 2012

Die KONSuni widmete sich Sommersemester 2012 in einem neuerlichen Forschungsschwerpunkt dem Thema Operette: Unter dem Titel Operette KONS-erviert fanden u. a. (Ur-)Aufführungen, Konzerte, ein Wettbewerb und eine Meisterklasse statt.

Als Initialabend dieses Forschungsschwerpunktes stellten am 18. April Studierende und Lehrende aus den Bereichen Oper, Operette und Musikalisches Unterhaltungstheater - unterstützt von fundierter wissenschaftlicher Expertise - die unterschiedlichsten stilistischen Möglichkeiten von Operetteninterpretationen vor und präsentieren in Kooperation mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Das Ringen um die Operette, ein kontroversielles, undogmatisches, dafür umso unterhaltsameres Salonkonzert.

Das Podium Operette des Lehrgangs Klassische Operette (Leitung: Wolfgang Dosch) setzte sich unter dem Motto OPERETTEN EXILE am 3. Mai mit den Komponisten Joseph Beer und Ralph Benatzky auseinander. 

Für Buch, Liedtexte und Musik bei der Uraufführung der Musicaloperette TEE UM DREI am 19. Mai zeichneten zwei Studierende des Studiengangs Musikalisches Unterhaltungstheater verantwortlich: Sebastian Brandmeir und Florian Stanek erzählen von einer abenteuerlichen Suche nach der großen Liebe und beleuchten satirisch brandaktuelle politische Geschehnisse. Musikalisch angesiedelt zwischen den Genres Operette und Musical lässt das Stück auch inhaltlich zwei Gesellschaftsrealitäten aufeinander treffen – beim Tee um drei. Regie führte Isabella Fritdum.

Um das musikalische Erbe des Wiener Komponisten Walter Jurmann jungen
Generationen zu erhalten und die Beschäftigung mit diesem musikalisch weltberühmten und doch namentlich noch zu oft unbekannten Weltmusikers anzuregen, findet am 30. Mai und am 1. Juni erstmals ein Walter Jurmann - Gesangswettbewerb für Studierende der KONSuni statt. 

Ab 15. Juni widmete sich der Lehrgang Klassische Operette mit Ein Walzertraum von Oscar Straus einem der Schlüsselwerke der Wiener Moderne.

Gustav Mahler 2010 und 2011

Gustav Mahler in Forschung ...

Ein groß angelegtes Forschungsprojekt unter Einbeziehung nahezu aller Studienrichtungen stellte die Woche zu Gustav Mahler in Forschung und Praxis dar, die anlässlich des ausklingenden Mahler-Jahres Anfang November 2011 in Kooperation mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft und der Wiener Universität für angewandte Kunst an der KONSuni stattfand.

Bereits zwei Studienjahre hatte man sich intensiv mit der Persönlichkeit und dem Schaffen Gustav Mahlers auseinandergesetzt und ihm eine Reihe künstlerisch-praktischer sowie wissenschaftlich-theoretischer Aktivitäten gewidmet. Ein abschließender „Forschungs-Showdown“ — vom 7. bis 10. November 2011 — versammelte Studierende und Lehrende aller Künste, die an der KONSuni vertreten sind, um sich gemeinschaftlich in wissenschaftlichen Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden, Konzerten und Performances mit dem Komponisten zu beschäftigen.

Das Programm setzte sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Künstler auseinander, so wurden in einer Vortragsreihe Wissenschaft und Praxis miteinander verbunden: Edwin Vanecek, Lehrender für Opern-, Lied- und Oratoriengeschichte an der KONSuni, erforschte in Zusammenarbeit mit der Liedklasse (Einstudierung der Lieder: Carolyn Hague) Gustav Mahler als expressionistischen Romantiker. Anhand von Liedern, die von den Studierenden live vorgetragen wurden, analysierte er die Bedeutung Mahlers als literarisch-denkender Komponist und zeigte die poetische Seite seiner Liedtexte auf. Mit Mahlers Selbstinszenierung bis hin zu seiner filmischen Auferstehung beschäftigten sich Erich Partsch von der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft und Stefan Schmidl, der an der KONSuni Musikgeschichte lehrt. Unter Verwendung zahlreicher Musik- und Filmbeispiele stellten die beiden Wissenschaftler die Diskrepanz zwischen Original und der künstlerischen Transformation dar. Der Komponist und Philosoph Rainer Bischof gewährte in seiner Präsentation Einblicke in Mahlers „inneres Programm“. Als Grundlage seiner Darstellung diente ihm die Briefstelle, in der Gustav Mahler schreibt, dass das Innere die Welt des Musikers sei.

... und Praxis

Parallel zur wissenschaftlichen Beschäftigung wurde sehr praxisorientiert gearbeitet. So entwickelte die Abteilung Tanz für eine Kooperation mit der Liedklasse eigene Choreographien und der Studiengang Elementare Musikpädagogik befasste sich mit der elementaren Auseinandersetzung des instrumentalen Liedschaffens des Komponisten. Ein Klavierworkshop mit Ranko Markovic und Marialena Fernandes stand ebenso auf dem Programm wie ein Interpretationsworkshop für Instrumentalstudierende von Michael Pinkerton, Abteilungsvorstand Gesang und Oper. In Zusammenarbeit mit Susana Zapke (Master of Arts Education) entwickelten Studierende der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater und Schauspiel eine inszenierte Lesung zur Korrespondenz zwischen Gustav Mahler und seiner Frau Alma.
Aus einem völlig anderen Blickwinkel beleuchteten Studierende des Instituts für Bühnen- und Filmgestaltung der Universität für angewandte Kunst das Schaffen Gustav Mahlers. Sie hatten eine Installation mit dem Titel Aus dem Urmotiv wird ein Thema entworfen, die begleitend während der ganzen Woche in der Studierendenlounge zu sehen war. Ein mehrtägiger Orchesterworkshop unter der Leitung des deutschen Dirigenten und Musikwissenschaftlers Peter Gülke endete mit einem Konzert — Höhepunkt und gebührender Ausklang, um die Projektwoche gemeinsam zu beschließen.

Vier Tage lang fand zwischen WissenschaftlerInnen, SängerInnen, MusikerInnen und TänzerInnen ein reger Austausch statt. Die Beteiligten haben durchwegs eine Vielfalt an Möglichkeiten in der künstlerischen Auseinandersetzung aufgezeigt und dabei erkannt, wie bereichernd das gemeinsame (Er)Forschen für das eigene künstlerische Tun sein kann. Eine Dokumentations-DVD ist im Sommersemester 2012 erschienen.

Projektleitung: Mag.a Dr.in Eveline Theis


DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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