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MUK History - Contemporary History

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Politische Transformationen und Bildungsbewusstsein der Stadt Wien – Die Musik und Kunst Privatuniversität im 20. Jahrhundert.

Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke, Mag.a Dr.in Kathrin Raminger, Dr.in Rosemarie Burgstaller (bis Oktober 2017)

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Geschichte der MUK und ihrer Vorläuferinstitutionen seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte bilden die Zeit des Nationalsozialismus und die Geschichte der Neukonstituierung nach 1945 sowie die Entwicklung der Einrichtung bis zu ihrer Umwandlung in eine Universität im Jahr 2005. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien wird auf Basis von neu erschlossenem Quellenmaterial die Erforschung der Institution und der (inter)nationalen bildungs-, kultur- und gesellschaftspolitischen Kontexte sowie ihrer historischen und erinnerungskulturellen Verankerungen im Gedächtnis der Stadt unternommen. Im Zuge dieser erstmaligen systematischen Recherchen wird ein Online-Gedenkbuch zur Erinnerung an Lehrende und Studierende, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden, aufgebaut.

Die Vorläufer der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Forschungsprojekt Interactive Music Mapping Vienna

Projekte

Vortrag: Rassistische Musikpolitik in Wien 1938 - 1945 am Beispiel der Musikschule der Stadt Wien in der Johannesgasse

Dienstag, 27. November 2018, 
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes des IWF Hausgeschichte – Zeitgeschichte findet der Vortrag von Univ. Prof. DDr. Oliver Rathkolb am 27. November 2018 mit dem Titel Rassistische Musikpolitik in Wien 1938 - 1945 am Beispiel der Musikschule der Stadt Wien in der Johannesgasse statt.

Als im August 1945 die Wiedereröffnung der ehemaligen „Hauptanstalt der Musikschulen der Stadt Wien“ unter dem Namen „Konservatorium der Stadt Wien“ bekannt gegeben wurde, wurde zwar dessen neuer Direktor Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Fischer als Nazi-Opfer vorgestellt, die Geschichte der Lehranstalt in der NS-Zeit und die Umstände ihrer Gründung und der Nachwirkungen blieben im Dunkel. Auch im August 1938 wurde schon bei der Anordnung zur Einrichtung der „Errichtung der Musikschule der Gaustadt Wien“ durch den NS-Gauleiter Odilo Globocnik bewusst nicht erwähnt, dass diese Musikschule Vermögenswerte und teilweise auch Lehrpersonal der von den Nationalsozialisten aufgelösten Vereine Neues Wiener Konservatorium, Wiener Volkskonservatorium und des bereits nach 1934 zwangsaufgelösten Konservatoriums für volkstümliche Musikpflege in Wien übernommen hatte.

In diesem Vortrag sollen die institutionellen und personellen Brüche und Kontinuitäten seit 1933 bis 1945 mit Fokus auf die NS-Musik- und Propaganda-Kulturpolitik analysiert und auf die Folgen für das Wiener Musikleben hin  thesenhaft interpretiert werden.

Der Vortrag versteht sich als Auftakt zum Symposium Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und im Wiederaufbau nach 1945 am 11. Dezember im MUK.podium.

Symposium: Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und im Wiederaufbau nach 1945

Dienstag, 11. Dezember 2018, 09.00 - 18.00 Uhr, 
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Ausgehend vom Fallbeispiel der 1938 etablierten Musikschule der Stadt Wien werden im Rahmen des Symposiums vergleichbare Aspekte nationalsozialistischer Musikpolitik in Wien analysiert und deren Folgen für die Nachkriegsentwicklung in der Musikausbildung reflektiert. Fragen nach Raub und Restitution von Musikinstrumenten, Büchern und Noten spielen dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie die Auseinandersetzung mit verfolgten Lehrkräften und die politische Nähe von Mitgliedern des Lehrkörpers zum Nationalsozialismus. 
Das Symposium ist Teil des Forschungsprojekts Hausgeschichte - Zeitgeschichte.

Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Andrea Amort, Univ.-Prof. Wolfgang Dosch, ao. Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Gerold Gruber, Dr. Lynne Heller, Dr. Monika Löscher, Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Prof. Dr. Franz Patay, Dr. Kathrin Raminger, Univ.-Prof. DDr Oliver Rathkolb, Univ.-Prof. Dr. Stefan Schmidl, Stephan Turmalin, Doz. Dr. Michael Wladika, Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke

Veranstaltung

Plakat

Symposium: Elfriede Jelinek – Nestbeschmutzerin & Nobelpreisträgerin

In einer Veranstaltungsreihe vom 11.—23. Oktober 2016, initiiert von der Forschungsplattform Elfriede Jelinek, werden die biografischen Kontexte und musikalischen Prägungen der Autorin, ihr politisches und feministisches Engagement, die Bedeutung ihres Schreibens für die Gegenwartsliteratur und ihr Film- und Theaterschaffen in Vorträgen und Diskussionen untersucht. Jelineks provozierende Ästhetik sowie die öffentlichen Erregungen und Skandalisierungen, die es zu ihr gab, stehen im Zentrum der Befragungen.
Am 15. Oktober werden die biografischen und musikalischen Bezüge Jelineks thematisiert, die an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (ehemals Konservatorium der Stadt Wien) ihre musikalische Ausbildung absolviert hat. Ergänzt wird das Symposium mit künstlerischen Beiträgen einer interuniversitären Lehrveranstaltung, die im Dialog zwischen Studierenden der Universität Wien und der MUK stattgefunden hat.

Gesprächskonzert: Prägungen und muskalische Bezüge
Samstag, 15. Oktober 2016, 16.00 Uhr

MUK.theater, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Begrüßung: Franz Patay

Susana Zapke:
Musiksprache. Jelineks kompositorisches Denken

Anna Sophie Kostal, Sopran
Ghazal Kazemi, Mezzosporan
Elenora Grace Pertz, Klavier, Cembalo

Evelyne Polt-Heinzl:
„Schreiben müssen“. Jelineks Anfänge als Autorin

Dialog: Christian Schenkermayr – Irene Suchy:
„Musik ist ja der allergrößte Un-Sinn“
Jelinek und die Musik

Gespräch: Jelineks musikalische Herkunft
Mit Karoline Exner, Dieter Kaufmann, Birgit Lodes, Susanne Vill, moderiert von Konstanze Fladischer

„Wir sind wir!“
Eine wissenschaftlich-künstlerische Aktion
Mit Studierenden der Universität Wien (Institut für Germanistik) und der MUK (Studiengang Schauspiel sowie Musikleitung und Komposition)

Einleitung: Karoline Exner und Pia Janke

Mit Beatrice Daxböck, Kristof Gellen, Caroline Gierlinger, Teresa Hager, Carmen Jessner, Carina Kargl, Florijan Lörnitzo, Sonja Martinelli, Kerstin Micheler, Lilia Onufrak, Alice Pfitzner, Alicja Poletek, Sebastian Schimböck, Eva Schindele, Nadine Schmied, Tobias Seiser, Timur Sijaric, Marlene Sindhuber, Eleni Stampfer, Moritz Tonn, Melanie Wallner, Lukas Weiß, Constanze Winkler und Eva Zimmermann

Veranstaltung

Programmheft

Flyer

Forschungsplattform Elfriede Jelinek

Seminar: Die RAVAG in der Johannesgasse 4a: Inszenierte Jubiläen? Rundfunk und Fernsehen in Österreich seit 1924

31.Oktober 2014, MUK, Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Ringseminar in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien im WS 2014/15 mit Oliver Rathkolb, Peter Dusek, Herbert Hayduck und Susana Zapke.

Unter dem Titel Inszenierte Jubiläen. Rundfunk und Fernsehen in Österreich seit 1924 widmete sich eine Seminarreihe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien der medialen Geschichte Österreichs sowie ihren sozialpolitischen und kulturellen Auswirkungen.

Im Mittelpunkt der Untersuchung von Univ.- Prof. DDr. Oliver Rathkolb (Universität Wien), Honor. Univ.-Prof. Dr. Peter Dusek (ORF), Herbert Hayduck (ORF) und Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke (MUK) standen vier historische Schnittstellen: 1924, Gründungsjahr der RAVAG; 1944 im Zeichen des Nationalsozialismus; 1955, erste Sendung im Fernsehen, und 1984, 60. Jubiläum des Radios.

Am Freitag, 31. Oktober 2014 fand das Seminar zwischen 9.00 und 16.00 Uhr an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien) statt. Zentrales Thema an diesem Tag war die Geschichte des Radios und damit auch die Geschichte des Hauses in der Johannesgasse 4a, wo heute die MUK untergebracht ist. Denn die RAVAG (Radio Verkehrs AG, Vorgängerinstitution des ORF), die im Jahr 1924 gegründet wurde und deren Sitz zunächst im Dachgeschoß des Heeresministeriums am Stubenring war, übersiedelte später in die Johannesgasse 4. Die RAVAG in der Johannesgasse wurde am 25. Juli 1934 von nationalsozialistischen Putschisten besetzt, die Sendeanlagen demoliert und mehrere Personen ermordet.

Kooperationspartner

Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb — Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Archive und Nachlässe, Forschungsgrundlagen (Auswahl)

Archiv der Universität für Musik- und Darstellende Kunst Wien
Bibliothek der Musikschule Wien
Bibliothek der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Österreichisches Staatsarchiv
Wienbibliothek im Rathaus
Wiener Stadt- und Landesarchiv Wien
Eveline Möller, Die Musiklehranstalten der Stadt Wien und ihre Vorläufer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Univ. Diss., Universität Wien 1994.


THE MUK

The MUK consideres itself a progressive Music and Arts university, which creates cultural values in the fields of music, dance, drama and singing. The MUK is the only university in the ownership of the city of Vienna and unites the best international talents and prominent teachers.
 

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