Dance Archive

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Erschließung und Beforschung des Text-Nachlasses von Rosalia Chladek

Wissenschaftliche Leitung und Kuratorin: Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Amort
Wissenschaftliche Mitarbeit und Projektassistenz: Mag.a Katharina WeissmannInge Gappmaier, MA

Das Tanz-Archiv begreift sich als interdisziplinäres und projektorientiertes Format, das sowohl Studierenden als auch (inter-)nationalen TänzerInnen, ForscherInnen und Interessierten offen steht und als solches bereits genutzt wird.

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Aufbereitung des umfangreichen Nachlasses der bedeutenden Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Rosalia Chladek (Brünn 1905 – Wien 1995), die der innovativen Tanz-Moderne der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angehörte. Es geht sowohl um die verschriftlichte Erschließung des Bestandes für weitere Forschungsaktivitäten als auch um die Beforschung bisher wenig erschlossener Tätigkeitsfelder von Chladek, die zu neuen Fragestellungen führen, darunter: Die Bedeutung der interdisziplinären Ausbildungsstätte Hellerau-Laxenburg bei Wien von 1925 bis 1939 im internationalen Kontext.

Aktuelle Projekte

Ausstellung: Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne 

21. März 2019 - 10. Februar 2020
Theatermuseum Wien, Palais Lobkowitz, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Wien zählte bis in die 1930er Jahre zu den internationalen Umschlagplätzen für modernen Tanz. Die Ausstellung unternimmt den Versuch, für die europäische Tanzmoderne zentralen Tänzerinnen und Choreografinnen wie Grete Wiesenthal, Gertrud Bodenwieser und Rosalia Chladek in die große Wien-Erzählung einzuschreiben. Sie veranschaulicht die Vielfalt und Dichte einer brodelnden Tanzszene und widmet sich auch der Zeitgeschichte: NS-Diktatur, Verfolgung und Exil der Künstlerinnen. Über Bewegungslehren und Themenkreise lassen sich Fäden spinnen zwischen einem produktiven und gesellschaftskritischen Geist von damals und heute. Dementsprechend endet die von Andrea Amort kuratierte und Thomas Hamann gestaltete Schau nicht historisch, sondern mit Statements von in Wien ansässigen, einflussreichen ChoreografInnen wie Amanda Pina, Doris Uhlich, Willi Dorner.

Ein performatives Programm begleitet die Ausstellung. Eröffnet wird die Programm-Schiene am 29., 30. und 31. März 2019  mit historischen Tänzen und Reenactments von Soli, die Rosalia Chladek selbst in den 1980er Jahren an eine nachfolgende Generation weiter gegeben hat.

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Ausstellung: Die Spitze tanzt. 150 Jahre Ballett an der Wiener Staatsoper

16. Mai 2019 - 13. Jänner 2020
Theatermuseum Wien, Palais Lobkowitz, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Das Wesen des klassischen Balletts im traditionsreichen Opernhaus am Ring steht im Zentrum der zweiten von Andrea Amort kuratierten Ausstellung. Sie wirft Schlaglichter auf künstlerische Höhepunkte und den Stellenwert des Ballett-Ensembles sowie seine wechselvolle Geschichte im 20. Jahrhundert. Dem Schaffen seines legendären Ballettmeisters Josef Hassreiter, aber auch dem viele Jahre prägenden Gaststar Rudolf Nurejew sowie dem amtierenden Ballettdirektor Manuel Legris gelten weitere Schwerpunkte. Die Schau wird in Kooperation mit dem Wiener Staatsballett vorbereitetet.

Details

 

Publikation: Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne

Unter der Herausgeberschaft von Andrea Amort wird mit diesem Buch der Versuch unternommen, die Wiener Tanzmoderne in die große Wien-Erzählung einzuschreiben. Beabsichtigt ist, das kulturelle Gedächtnis Österreichs um die Wertigkeit und den Gehalt der von Frauen dominierten spezifischen Wiener Tanzmoderne im Kern bis 1938, letztlich mit ihren Auswirkungen aber bis heute, zu erweitern. Zu den AutorInnen zählen daher nicht nur TanzwissenschafterInnen und KünstlerInnen sondern auch ExpertInnen aus benachbarten Sparten, die mit ihrem Blick auf den Tanz schauen. Ein Lexikon, welches das Tanz-Netzwerk hilft zu verstehen, beschließt das Buch.

Mit Beiträgen von Thomas Aichhorn, Gaby Aldor, Arno Böhler, Carol Brown, Gerhard Brunner, Brigitte Dalinger, Paul Delavos,  Monika Faber, Inge Gappmaier, Deborah Holmes, Thomas Kampe, Elke Krasny, Johanna Laakkonen, Barbara Lésak, Gunhild Oberzaucher-Schüller, Alfred Oberzaucher, Elke Pichler, Stefan Schmidl, Vera-Viktoria Szirmay, Doris Uhlich, Edwin Vanecek, Patrick Werkner und Andrea Amort.

Chronik

Tanzwissenschaftliche Unterstützung des Stückes „Vestris 4.0“ der Tänzerin und Performerin Eva-Maria Schaller durch das Tanz-Archiv. Ausgangspunkt der Arbeit ist das Tanzstück „Vestris“ von Leonid Yacobson, das der sowjetische systemkritische Choreograf 1969 für den damals noch in der UdSSR lebenden Tänzer Mikhail Baryshnikov kreierte. Es besteht aus kurzen Episoden, die auf Auguste Vestris, den berühmten Tänzer aus dem 18. Jahrhundert, Bezug nehmen. Premiere war am 23. März 2018 bei Imagetanz, brut Wien

Die MUK-Absolventin Inge Gappmaier (Studiengang Tanz, BA) erschloss und beforschte die Bestände zum spezifischen „Tanzsystem Rosalia Chladek“ bis Ende Juli 2018 mit Unterstützung eines Forschungsstipendiums der Stadt Wien (MA7)

Die MUK-Absolventin Marina Rützler (Studiengang Tanz, BA) erarbeitete ihren künstlerischen Abschluss mit dem Titel Danse décomposée. Eine (archäologische) Anverwandlung der Artefakte von Rosalia Chladeks Tanzdrama „Jeanne d’Arc“ (1934) auf Basis von Materialien im Rosalia Chladek Nachlass. Mit Unterstützung von Béla Fischer erklang bei der öffentlichen Präsentation am 29. Juni 2017 (vermutlich) erstmals seit 1938 ein Ausschnitt aus der Originalkomposition des jüdischen Wiener Komponisten Arthur Kleiner.

Zurverfügungstellung von Objekten aus dem Rosalia Chladek-Nachlass für die Ausstellung und die Katalog-Broschüre zum 150-jährigen Jubiläum der Musik-Akademie Basel (1867 – 2017) „AVANT-GARDE macht Schule“ in der Vera Oeri-Bibliothek von 14. September bis 23. Dezember 2017.
Musik Akademie Basel
Katalogtitelseite

Internationales Symposium Archives to come (Scores No. 11/Atelier EDN – European Dancehouse Network, April 2016, Tanzquartier Wien).
Förderoffensive an der MUK: Aktionstag Greifbare Forschung am Studiengang Tanz (Juni 2016)
Präsentation im Rahmen des Symposiums des Verbunds Deutscher Tanzarchive Zugänge schaffen!  und am Tanzarchiv Köln (Oktober 2016)


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The MUK consideres itself a progressive Music and Arts university, which creates cultural values in the fields of music, dance, drama and singing. The MUK is the only university in the ownership of the city of Vienna and unites the best international talents and prominent teachers.
 

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