Selini Quartett beim „Festakt gegen Gewalt und Rassismus“

08.05.2018 Orchester/Ensembles/Kammermusik Alumni
Selini Quartett © Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Selini Quartett © Parlamentsdirektion/Thomas Topf

Die vier Streicherinnen waren am vergangenen Freitag bei der Festveranstaltung im Rahmen des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus in der Hofburg zu Gast.

Das Selini Quartett, bestehend u.a. aus Absolventinnen der MUK, lieferte mit dem Streichquartett Nr. 2 von Egon Wellesz die musikalische Untermalung zur Eröffnung des „Festaktes gegen Gewalt und Rassismus“ anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai 1945. Medial große Aufmerksamkeit fand die Festlichkeit auch durch Michael Köhlmeiers Rede mit der Frage: „Braucht unser Land wirklich Sündenböcke?“

Das Selini Quartett besteht aus den Violinistinnen Liubov und Nadia Kalmykova (beide Absolventinnen der Klasse von Pavel Vernikov), der Bratschistin Loredana Apetrei und der Cellistin Loukia Loulaki (Absolventin der Klasse von Natalia Gutman). Die jungen Streicherinnen gründeten das Quartett im Rahmen ihres Studiums an der MUK (damals noch mit Chia-Chun Hsiao an der Viola), wo sie sich auch kennenlernten. Im März 2018 nahmen sie an der Meisterklasse Kammermusik mit dem Minguet Quartett teil, um ihre Fertigkeiten zu perfektionieren.

Die beiden 1992 in St. Petersburg geborenen Zwillingsschwestern Liubov und Nadia Kalmykova zeigen ihr jeweils beachtliches Talent an der Violine. Beide erhielten schon mit sechs Jahren Violinunterricht und begannen 2011 ihr Studium an der MUK bei Pavel Vernikov. Im Laufe ihrer jungen Karriere gewannen die Schwestern sowohl solo als auch im Ensemble bereits zahlreiche Wettbewerbe, wie z.B. 2013 den Fidelio-Wettbewerb. Durch zahlreiche internationale Auftritte konnten die jungen Künstlerinnen bereits beträchtliche Erfahrung im Orchester-, Solo- und Kammermusikbereich sammeln.
Am Violoncello ist die 1992 in Athen geborene Loukia Loulaki zu hören. Bereits mit 16 Jahren schloss sie ihr Studium am Athener Konservatorium ab, bevor sie 2010 ihr Masterstudium an der MUK bei Natalia Gutman begann. Orchestererfahrung erlangte die junge Cellistin unter anderem durch Auftritte an der Athener Staatsoper und der Jungen Philharmonie Wien. Sie nahm bereits an zahlreichen Kammermusikkonzerten inner- und außerhalb Europas teil.


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