Neue Lehrende an der KONSuni - II

16.10.2012 Instrumentalsolisten Orchester/Ensembles/Kammermusik Oper/Operette/Lied/Chor Musical/Operette/Singspiel Schauspiel Tanz Alte Musik Neue Musik Wissenschaft/Pädagogik MUK intern
Markus Meyer © Privat
Markus Meyer © Privat

Wir freuen uns für das Studienjahr 2012/13 Angelika Kirchschlager, Alfred Eschwé, Franziska Hackl, Karin Koller, Birgit Doll, Markus Meyer, Tobias Voigt, Elisabeth Binder-Neururer, Sohrab Kashef, Janko Kastelic, Christian Koch, Jörg Wenzel, Simon Mayer, Stefan Gottfried und Anne Marie Dragosits als Gastlehrende begrüßen zu dürfen.

Angelika Kirchschlager begann ihre musikalische Ausbildung begann am Mozarteum in Salzburg. Dort studierte sie Schlagzeug und Klavier, ging dann 1984 an die Wiener Musikakademie, um Gesang zu studieren. Erste Engagements führten sie an die Kammeroper Wien und noch im letzten Jahr ihres Gesangsstudiums an die Grazer Oper. 1993 Mitglied der Wiener Staatsoper, wo sie mit der Rolle des Cherubino in Le nozze di Figaro debütierte. Angelika Kirchschlager wurde in kurzer Zeit zu einem der meistgefragten Mezzosoprane. Sie ist auf allen großen Opernbühnen der Welt zu hören, wirkt aber auch als Lied- und Oratorieninterpretin. 2007 wurde sie zur Kammersängerin ernannt. Im selben Jahr hatte Angelika Kirchschlager eine Gastprofessur für zwei Jahre am Mozarteum Salzburg, um ihre Erfahrung auf den Gebieten Rezitativ, Lied- und Ensemblesingen weiterzugeben. Seit März 2011 lehrt sie im Rahmen einer Stiftungsprofessur an der Kunstuniversität Graz. Mit der Konservatorium Wien Privatuniversität ist sie seit Jahren eng verbunden. Sie arbeitete bereits mit dem Sinfonieorchester und mit SängerInnen der KONSuni und war mehrfach Jury-Mitglied bei diversen Wettbewerben. Ab diesem Studienjahr wird sie das „Zentrale künstlerische Fach Lied und Oratorium” lehren.

Alfred Eschwè hat seine musikalischen Studien am damaligen Konservatorium der Stadt Wien sowie der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst absolviert. Nach Engagements in Österreich übersiedelte er nach Deutschland, ehe er 1989 an die Volksoper geholt wurde. Als Gastdirigent ist Alfred Eschwé regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoper engagiert. Auch in Italien, wo er bereits im Teatro Regio in Turin, im Teatro Verdi in Triest, im Teatro Bellini in Catania sowie im Teatro Massimo in Palermo gearbeitet hat, ist er ein gern gesehener Gast. Neben seiner Operntätigkeit pflegt er eine regelmäßige Konzerttätigkeit mit den Wiener Symphonikern, den NÖ Tonkünstlern, dem ORF Radio-Symphonieorchester und dem Wiener Johann Strauß-Orchester. An der Wiener Staatsoper debütierte Alfred Eschwé im Jahr 2003 mit Die Zauberflöte; in den folgenden Jahren stand er auch bei L'elisir d'amore am Pult. Mit seiner Schwester Elisabeth Eschwé bildet er das Wiener Klavierduo, das sich vor allem der vierhändigen Klaviermusik annimmt und regelmäßig im In- und Ausland auftritt.

Franziska Hackl, Karin Koller, Birgit Doll, Markus Meyer und Tobias Voigt werden im Studienjahr 2012/13 im Studiengang Schauspiel die Lehrveranstaltung „Szenenstudium” lehren:
Die Wienerin Franziska Hackl absolvierte im Jahr 2006 ihr Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Nach ihrem Abschluss war sie bis 2008 fixes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. Zudem war sie in den Hamburger Kammerspielen, dem Theater am Kurfürstendamm in Berlin, dem Theater in der Drachengasse Wien, dem Wiener Schauspielhaus und dem Theatersommer in Haag zu sehen. Franziska Hackl wurde 2011 mit dem Nestroy als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet.
Karin Koller
studierte Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien und arbeitete als Regieassistentin in Wien, Paris und Marseille. Seit 1990 lebt sie als freie Regisseurin in Wien.
Birgit Doll
absolvierte ebenfalls das Max Reinhardt Seminar im Fach Schauspiel. Ihr Debüt folgte 1976 am Salzburger Landestheater, es folgten Engagements an vielen großen deutschsprachigen Bühnen sowie diverse Rollen in Film und Fernsehen. Im Jahr 2000 erhielt sie den Nestroy als Beste Schauspielerin.
Markus Meyer
1990 bis 1996 Studium zum Dipl.-Biochemiker, Universität Hannover; 1996 bis 2000 Hochschule für Schauspielkunst Ernst-Busch, Berlin Seit 2004 Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, 2000 bis 2004 Engagement am Berliner Ensemble. Diverse Rollen in Film und Fernsehen.
Tobias Voigt
absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Im Anschluss war er als freier Schauspieler mit Engagements u. a. am Berliner Ensemble, am Schauspiel Essen, am Theater Magdeburg, bei den Festspielen Reichenau, den Freilichtspielen Schwäbisch Hall und beim Aktionstheater Ensemble tätig. Ab 2006 führten ihn Lehrtätigkeiten an das Max Reinhardt Seminar Wien und an die Konservatorium Wien Privatuniversität. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Tobias Voigt festes Ensemblemitglied am Landestheater Niederösterreich.

Sohrab Kashef wurde in Teheran/Iran geboren. Von 2000—2004 studierte er Klavier an der Kunstuniversität Teheran und schloss mit besonderer Auszeichnung ab. In dieser Zeit gab er auch ein Solokonzert in der Farabi Concert Hall sowie diverse Konzerte im ganzen Iran und schuf verschiedene Kompositionen für Filme, Trios oder eine Suite für Orchester. 2002 gewann er den Zweiten Preis für die beste Komposition des Fadjr-Wettbewerbs. Von 2002—2005 war er Lehrer in Musiktheorie für Solfeggio und Gehörbildung am Teheraner Konservatorium. Von 2004—2006 belegte er das Masterstudium Komposition an der Kunstuniversität in Teheran. Seit 2004 leitet er Workshops in Tehran, Isfahan und Shiraz für Ensemble und Orchester. Sohrab Kashef studiert seit 2005 Dirigieren bei Georg Mark an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Seit 2006 wirkt er auch als Dirigent für verschiedene Chöre in Wien. 2007 gründete er ein Gitarrenensemble und gibt seither zahlreiche Konzerte in ganz Österreich. 2009 folgte die Gründung des „Bidad“-Chors in Wien. Seit demselben Jahr ist Sohrab Kashef auch Assistent des Chorleiters der Konservatorium Wien Privatuniversität Guido Mancusi (z. B. beim Chorkonzert im Wiener Stephansdom) und Assistent von Andreas Schuller beim Niedersachsen Jugend Philharmonie Orchester in Deutschland.

Janko Kastelic ist ein kanadischer Dirigent und unterrichtet ab sofort „Ensemblestudium”, „Partienstudium”, „Solokorrepetition”. In Toronto begann er seine musikalische Ausbildung in der renommierten St. Michael’s Choir School, vergleichbar mit den Wiener Sängerknaben. Seine Ausbildung erhielt er am Western Ontario Conservatory of Music (1979–1987), wo er die Goldmedaille für seine Darbietungen an Klavier und Orgel gewann. Nach seinem Abschluss studierte er an der Edward Johnson Faculty of Music an der Universität Toronto Dirigieren, Komposition, Musiktheorie und Klavier. Nach dem Studium ging er nach Europa, erst als Gasthörer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und schließlich 1992 als Korrepetitor und Assistent des Studienleiters in der Slowenischen Staatsoper Ljubljana.

Christian Koch ist in Klagenfurt geboren und lebt in Wien, wo er sowohl als freiberuflicher Dirigent und Pianist, als Vocal Coach sowie als Senior Lecturer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Lehrbeauftragter an der Konservatorium Wien Privatuniversität arbeitet. Nach seiner Gesangsausbildung sang er als Tenorsolist vorwiegend Kirchenmusik, während er am Kärntner Landeskonservatorium unterrichtete bzw. am Stadttheater Klagenfurt als Korrepetitor engagiert war. Als Dirigent begann seine Karriere als Domkapellmeister im Klagenfurter Dom, wo er ein breites Repertoire an Kirchenmusik aufführte (von Mozart bis Puccini's „Missa di Gloria”). Große Erfolge hatte er als Dirigent von Galakonzerten und Operettenaufführungen. Er arbeitet mit vielen international bekannten Sängern (u. a. Natalia Ushakova, Florian Bösch, Alexandra Reinprecht, Annely Peebo, Tommi Hakala, Bernarda Fink, Luca Pisaroni, Daniel Behle, Ute Gfrerer, Thomas Sigwald) nicht nur an deren Rollengestaltung und –vorbereitung, sondern auch als Klavierbegleiter in Lieder- und Arienabenden sowie szenischen Abenden. Seit Herbst 2010 hat er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine Stelle als Senior Lecturer. In diesem Studienjahr unterrichtet er an der KONSuni die Lehreveranstaltungen „Ensemblestudium”, „Partienstudium”, „Solokorrepetition” sowie „Projektarbeit”.

Jörg Wenzel lernte Tanz u. a. am Laban Center in London und am Jose Limon Institute in New York. Er war Gast in Schauspiel und Oper am Staatstheater Darmstadt in Deutschland. Er erhielt ein Stipendium des Tanzmagazins „ballettanz“ für das European Scholarship Programme for Contemporary Dance „dance WEB“. In New York performte er in den Cunningham-Studios und arbeitete mit Betty Jones und Tänzern der Limon Company. Er ist Mitglied des Produktionszentrums Stuttgart e.V., wo er auch Profitraining unterrichtet. Jörg Wenzel ist Lehrbeauftragter für „Zeitgenössischen und Modernen Tanz” an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Sein Unterricht wird durch viele Jahre Unterrichtserfahrung geprägt. Großen Wert legt er auf die ständige Erforschung des Tanzes und die Weiterentwicklung seiner Schüler.

Simon Mayer studierte an der Ballettschule der Wiener Staatsoper und den Performing Arts  Research and Training Studios (P.A.R.T.S.) in Brüssel. Er war Mitglied des Wiener Staatsopernballetts (2003/2004). 2005 erhielt er das DanceWEB Stipendium (ImPulsTanz) und von 2004 bis 2008 das Auslandsstipendium für Tanz des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Er tanzte u. a. in Produktionen von Anne Teresa de Keersmaeker, Wim Vandekeybus, Sebastian Prantl (Tanzatelier Wien) und Elio Gervasi. Simon Mayer hat bereits mehrere Solos, Duos und Gruppenstücke choreographiert und war Regisseur bei der Wiederaufnahme der Kurzoper "Gesellschaftsspiele" von Gunter Waldek. Er ist Künstlerischer Leiter des Festivals "SPIEL" in Oberösterreich. 2009 begann sein Engagement bei der belgischen Tanzcompagnie ROSAS/Anne Teresa de Keersmaeker und seine Arbeit als Choreograf, Tänzer und Musiker für die belgische Band Zita Swoon. An der KONSuni wird er „Zeitgenössischer Tanz” sowie „Spezifische Moderne und Zeitgenössische Tanztechniken” unterrichten.

Stefan Gottfried unterrichtet „Einführung in die historische Musikpraxis für Pianisten“, „Hammerklavier“, „Cembalo“, „Literaturstudium mit Generalbass“ und „Hammerklavier“. Seine Studien absolvierte er am damaligen Konservatorium der Stadt Wien, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie an der Schola Cantorum Basiliensis (Basel, Schweiz) sowie Mathematik an der Technischen Universität Wien. Seine internationale Konzerttätigkeit auf Cembalo, Hammerklavier und Klavier, als Solist und Continuospieler, in Barockensembles und modernen Orchestern ist sehr vielfältig. Seit 2004 arbeitet Stefan Gottfried regelmäßig mit Nikolaus Harnoncourt zusammen, unter anderem in den Opernproduktionen Le nozze di Figaro bei den Salzburger Festspielen und The Rake’s Progress am Theater an der Wien. Seit 2000 unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und hält Vorträge zu verschiedenen Aspekten der historischen Aufführungspraxis. Der Alten Musik mit historischen Tasteninstrumenten und der Populärmusik ist der vielseitige Stefan Gottfried besonders zugeneigt.

Anne Marie Dragosits studierte Cembalo an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und  am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Als Solistin und Continuospielerin tritt sie in ganz Europa auf und spielt regelmäßig mit diversen Kammermusikformationen. Ihr Ensemble vivante gewann im Mai 2005 den ersten Preis beim J.H.Schmelzer Wettbewerb der Internationalen Barocktage Stift Melk, seitdem spielte vivante bei wichtigen europäischen Festivals. Anne Marie Dragosits ist auf zahlreichen Einspielungen zu hören, ihre erste Solo-CD mit italienischer Cembalomusik aus dem siebzehnten Jahrhundert nahm sie im November 2010 auf dem originalen Giusti von 1681 im Germanischen Nationalmuseum auf. Zusätzlich zu ihrer freischaffenden Unterrichtstätigkeit hat sie einen Lehrauftrag an der Kunstuniversität Graz. An der KONSuni wurd sie das Fach „Literaturstudium mit Generalbass“ unterrichten.

Wir freuen uns sehr, Sie im Team der Konservatorium Wien Privatuniversität begrüßen zu dürfen und wünschen einen guten Start ins Studienjahr!


DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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