Konservatorium Wien als Privatuniversität akkreditiert

21.06.2005 Wissenschaft/Pädagogik MUK intern Alumni

Das Konservatorium Wien wurde am 15. Juni 2005 rechtskräftig für fünf Jahre als Privatuniversität akkreditiert und somit dazu berechtigt, anerkannte akademische Grade (Bachelor/Master of Arts) zu verleihen. 2010 erfolgte die Reakkreditierung.

Die Geschichte der Akkredierung der Konservatorium Wien Privatuniversität

Nach seiner Sitzung vom 29. April 2005 gab der Österreichische Akkreditierungsrat unter dem Vorsitz von Frau Präsidentin Univ.-Prof. Dr. Hannelore Weck-Hannemann bekannt, dass der Antrag des Konservatoriums Wien auf Akkreditierung als Privatuniversität positiv entschieden wurde. Die Akkreditierung ist nun nach Ausstellung des entsprechenden Bescheides durch die Bundesministerin mit 15. Juni 2005 rechtskräftig. Somit ist das Konservatorium Wien ab Herbst 2005 berechtigt, AbsolventInnen anerkannte akademische Grade (Bachelor, Master of Arts) zu verleihen sowie sich ab sofort „Konservatorium Wien Privatuniversität“ zu nennen.

Erste Privatuniversität für Kunst in Wien

Die Konservatorium Wien Privatuniversität ist — neben der Anton Bruckner Universität in Linz — die zweite als Privatuniversität für musikalisch-dramatische Ausbildung anerkannte Institution in Österreich und die erste in Wien. Dazu der künstlerisch-pädagogische Leiter Ranko Markovic: „Abweichend vom Linzer Modell haben wir allerdings vorgesehen, dass die Studierenden des Konservatoriums Wien sich um eine Aufnahme an die Universität bewerben müssen. Das heißt, sie werden nicht von Amts wegen übernommen. Wir werden aber beispielsweise das Ablegen der Zulassungsprüfung ins Konservatorium auf die Zulassungsprüfung an die Universität anrechnen. Es wird natürlich nicht möglich sein — es sind immerhin etwa 850 Studierende davon betroffen —, bei jedem einzelnen durch ein Interview oder ähnliches festzustellen, ob er/sie unitauglich ist. Das wird eher eine formale Prüfung sein. Die Schätzungen gehen in etwa dahin, dass wir um die 500 Studierende an der Universität haben werden. Die haben dann auch alle Rechte eines Universitätsstudenten."

Studiengebühren nur ein Anerkennungsbeitrag

Seit 1. September 2004 ist das Konservatorium Wien bekanntermaßen aus der Wiener Gemeindeverwaltung ausgegliedert und wird seither von einer GmbH getragen, die im Eigentum der Stadt Wien steht. „Es war der Wunsch des Eigentümers, nicht zu versuchen über Studiengebühren einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Unternehmens zu leisten, sondern ganz im Gegenteil: Die Studiengebühren sollen mehr oder weniger ein Anerkennungsbeitrag sein. Eine Finanzierung von Teilen von Unternehmensbereichen oder überhaupt des Unternehmens über Studiengebühren, das haben wir nicht vor und das ist auch nicht möglich“, erläutert Geschäftsführer Gottfried Eisl die an der Konservatorium Wien Privatuniversität vergleichsweise sehr niedrigen Studiengebühren.

Erfolgreicher Abschluss eines langwierigen und aufwändigen Prozesses

Der Akkreditierung gingen langwierige Entscheidungsfindungen voraus. Ranko Markovic: „1999 war eine Grundsatzentscheidung vorzubereiten, wie es mit den Musiklehranstalten Wien weitergehen soll. Im Zuge dieser Überlegungen wurde festgestellt, dass es am Konservatorium ein Potential an Studienrichtungen gibt, das so wertvoll ist, dass es in den allgemeinen Entwicklungsprozess europäischer Kunsthochschulen integriert werden sollte. Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Graduierungen in den Studienrichtungen dieses Hauses formal nicht gleichwertig waren gegenüber denjenigen an Hochschulen oder Universitäten in Österreich und anderswo in Europa. Als im Jahr 2000 das Privatuniversitäts-Akkreditierungsgesetz in Kraft getreten ist, hat das Bruckner Konservatorium Linz relativ schnell den Entschluss gefasst, diesen Weg zu gehen. Nach heftigen Debatten und ausführlichen Überlegungen haben wir uns diesem grundsätzlichen Gedanken angeschlossen und sind dazu übergegangen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die eine Akkreditierung als Privatuniversität ermöglichen. Im Sommer 2003 wurde die Sache dann auf den Weg gebracht.“

Starke Marktposition dank außergewöhnlicher Angebotsbreite und hohem Individualitätsgrad

Die Konkurrenz mit ähnlichen Bildungseinrichtungen braucht die Konservatorium Wien Privatuniversität nicht zu scheuen: „Im Vergleich zu den anderen Kunstuniversitäten in diesem Land hat das Konservatorium Wien immer eine Sonderstellung eingenommen, weil es einen Mix an Studienrichtungen bereit stellt, wie er an anderen Einrichtungen in dieser Vollständigkeit nicht existiert. Es ist vor allem die Koexistenz zwischen den musikalischen Studienrichtungen und den darstellenden Künsten auffällig. In diesem Miteinander der Künste des Theaters und des Konzertsaals liegt auch zweifellos die eigentliche Chance für die Zukunft des Hauses. Es gilt die besondere Aufmerksamkeit der Stärkung jenes Umstandes, dass es sich um ein Haus handelt, das einerseits eine große Breite und Fülle von Angeboten bereit hält, andererseits aber sehr schmal strukturiert ist: Es gibt hier in Relation zu der Zahl der Studiengänge relativ wenig Studierende, was eine hohe Individualität innerhalb der einzelnen Studienrichtungen garantiert.“ (Ranko Markovic, Künstlerischer Leiter)


Erfolgreiche Reakkreditierung 2010

Im März 2010 hat der Österreichische Akkreditierungsrat den Antrag der Konservatorium Wien Privatuniversität auf Reakkreditierung genehmigt. Das „Konservatorium“ ist somit auf weitere fünf Jahre als Privatuniversität akkreditiert. Nähere Infos


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