Angewandte und Kons besiegeln interdisziplinäre Zusammenarbeit

03.03.2011 Event Wissenschaft/Pädagogik MUK intern
(c) faksimile digital/Peter Kainz
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Gerald Bast (Rektor Angewandte), Ranko Markovic und Gottfried Eisl (Universitätsleitung Kons) unterzeichneten im Rahmen eines Pressegesprächs ein Memorandum Of Understanding, das die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Kunstuniversitäten festigen soll.

Am 3. März luden die Universität für angewandte Kunst (Angewandte) und die Konservatorium Wien Privatuniversität (Kons) zum gemeinsamen Pressegespräch ins Ausstellungszentrum Heiligenkreuzerhof, wo die Universitätsleiter ein „Memorandum Of Understanding“ unterzeichneten, das den Grundstein für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit legt.

Studierende der Abteilung für Kunst und kommunikative Praxis der Angewandten und Studierende des Studiengangs Master of Arts Education am Kons präsentierten künstlerische Arbeiten. Zu Beginn war 2´20´´ eine LiquidSound-Composition von Lukas Walcher (Angewandte) zu hören.

Gastgeber Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst, begrüßte die zahlreichen Gäste unter ihnen Peter Seitz (Abteilungsleiter für Kunstuniversitäten, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung), Chyi-Wen Yang (Dekan, Taipei National University of the Arts/Taiwan), Dr.in Martina Schmied (Büro der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Information und Sport), Martina Reiterer (MA 13/Leiterin Fachbereich Bildung/Pädagogik) und Mag. Kurt Müller (Vorsitzender des Universitätsrats der Konservatorium Wien Privatuniversität).

Danach präsentierte Georg Feierfeil (Angewandte) seine Arbeit Proto, Gregor Kutschera (E-Bass/Kons) begleitet ihn musikalisch. Marija Blagojevic improvisierte stimmlich zu Nina Kuglers Übersetzungsstück mit drei Stimmen (Aminat Khasajeva, Michaela Liaunigg und Jana Schulz/alle Angewandte).

Nationalratsabgeordneter Alexander Van der Bellen, Beauftragter der Stadt Wien für Universitäten und Forschung, beglückwünschte dann die beiden Universitäten in einer kurzen Ansprache zur Kooperation und wies darauf hin, dass eine solche Zusammenarbeit zwischen einer öffentlichen Universität und einer Privatuniversität nicht selbstverständlich sei. Er bezeichnete die Kooperation vor allem im Interesse der Studierenden als vorbildlich, und wies auf den jeweils sehr hohen Anteil an ausländischen Studierenden an beiden Universitäten hin (Angewandte ca. 1/3, Kons über 50%): "Wir müssen darauf drängen, dass nicht nur die Oper und Fußball, sondern auch die Universität ein besonderer Ort des nationalen Austausches ist", so Van der Bellen.

„In komplexen Systemen und Gesellschaften ist es mehr denn je Aufgabe von Bildungsinstitutionen, insbesondere von Kunstuniversitäten, zwischen künstlerischen Disziplinen, Theorie und Praxis, Konzept und künstlerischer Technik, künstlerischer Produktion und Vermittlung Zusammenhänge und Synergien herzustellen. Die Angewandte und das Konservatorium Wien reagieren gemeinsam auf eine bewusste Fokussierung dieser Verbindungslinien und überschreiten durch projektbezogene Zusammenarbeitsformen Disziplingrenzen“, betont Gerald Bast.

Lehrende der Konservatorium Wien Privatuniversität sollen künftig eingeladen werden, um in Form von Lectures, Workshops und Projektreviews im an der Angewandten eingerichtete Bachelor- und Masterstudium „Transarts — Transdisziplinäre Kunst“, zu lehren.

Außerdem kommen die beiden Universitäten überein, die Option eines gemeinsamen Studiengangs zu prüfen. Ein Projektteam aus Mitarbeitern beider Universitäten wird den Planungsprozess vorantreiben und bestehende Ideen weiterentwickeln.

Ranko Markovic, Künstlerischer Leiter der Konservatorium Wien Privatuniversität, sieht darin einen wesentlichen Beitrag im Sinne der Entwicklung eines innovativen Kunstbegriffes: Keine wahrhaft künstlerische Vision ist an sich spartenspezifisch eingeschränkt, lediglich die Wahl der Mittel und Methoden unterscheidet musikalische, darstellende und bildende Kunstformen. Wenn Kunstuniversitäten Kompetenzzentren der Performance, der Forschung und der Vermittlung sein wollen müssen sie Handlungsfähigkeit über die Grenzen der von ihnen vertretenen Disziplinen erlangen. Damit einhergehend erwarte ich, dass die Kooperation unserer Häuser zur Stärkung des Stellenwertes innovativer Kunst in der Stadt Wien beitragen und die dringend notwendige Korrektur des kulturellen Images Österreichs begünstigen wird.“

Anschließend unterzeichneten Gerald Bast, Ranko Markovic und Gottfried Eisl, Kaufmännischer Leiter der Konservatorium Wien Privatuniversität, das „Memorandum of Understanding“.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Improvisation von Doris Scheiber (Angewandte) und Bettina Krenosz (Kons) zur Arbeit O.T. (Strickmaschine) von Klaudia Lässer (Angewandte).

03.03.11


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